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CDU-Fraktion für Bebauung - aber nicht durch die Banken / "Wasser-Varianten" als Favorit

CDU: Stadt soll Steinanger selbst vermarkten

Rinteln (wer). Die CDU/FDP-Gruppe im Rat spricht sich für eine Bebauung des Steinangers aus - allerdings soll die Stadt die Vermarktung in eigener Regie übernehmen und keine Investoren ins Boot holen. Per Antrag fordert die Gruppe, eine Selbstvermarktung durch die Stadt zumindest zu prüfen.

veröffentlicht am 11.01.2007 um 00:00 Uhr

"Wir möchten dem Trend der Abwanderung entgegenwirken und nicht nur Einwohner in Rinteln halten, sondern neue Bürger hinzugewinnen", begründet Fraktionschef Dr. Marc Lemmermann, warum die Gruppe die Schaffung von "hochwertigem Wohnraum" am Steinanger befürwortet. Um eine "größtmögliche Einflussnahme der Stadt" auf die Umsetzung der Bauplanung zu sichern, soll die Stadt selbst die Regie übernehmen und den Steinanger nicht, wie bisher geplant, an Investoren verkaufen. Bis jetzt haben nur Sparkasse und Volksbank Interesse an einer gemeinsamen Vermarktung signalisiert - möglich wäre aber auchdie Vergabe an andere Investoren, das Projekt soll ausgeschrieben werden. Die Verwaltung sei mit einer Selbstvermarktung keineswegsüberfordert, hält die CDU/FDP-Gruppe möglichen Einwänden entgegen: "Durch die in den letzten Jahren umgesetzte Vereinfachung des Baugenehmigungsverfahrens sehen wir in der Verwaltung freie Ressourcen, um eine Gestaltung und Vermarktung im Sinne der Bürger durchzuführen." Sollte die Prüfung zu einem negativen Ergebnis kommen, erwarte man "eine detaillierte Begründung", sagt Lemmermann. Intern hat die Gruppe auchüber die einzelnen Architekten-Vorschläge diskutiert und die durch Wesernähe und andere Wasserelemente geprägten Entwürfe des Obernkirchener AAD-Büros favorisiert. Qualitäts-Wohnungen mit "maritimem Flair" sollen am Steinanger entstehen, bilanziert der Fraktionschef. Ende Januar wird der Steinanger-"Workshop" mit Parteivertretern und Anliegernüber die sechs Architekten-Entwürfe beraten. Danach soll sich der Rintelner Ortsrat mit den Plänen befassen. Auch Ortsbürgermeister Ulrich Goebel erteilt Ambitionen der Bürgerinitiative, die beschlossene Bebauung zu stoppen, eine klare Absage: "Wir machen keine Rolle rückwärts." Gesprächsbedarf sieht Goebel indes bei den Kosten für die Vereinsumzüge.

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