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CDU sieht Kreistag in der Pflicht

Landkreis (bes). Die Schaumburger CDU erneuert vor Beginn des neuen Schuljahres ihre Zustimmung zum gegliederten Schulsystem. "Wir sind keinesfalls zu glühenden Befürwortern integrativer Schulsysteme geworden, und ein ,Einheitsschulsystem' wird es mit uns nicht geben", stellten der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes und CDU-Kreistagsfraktionschef Gunter Feuerbach in einer Pressemitteilung klar. Grundsätzlich respektiere die Partei aber dieEntscheidung der Eltern, ihr Kind auf eine Gesamtschule zu schicken. Die Schaumburger CDU stellt sich damit hinter die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, das in seinen Urteilen mehrfach Eltern dieses Recht zugesprochen hatte.

veröffentlicht am 19.08.2008 um 00:00 Uhr

Allerdings bereitet die Neugründung der Inte grierten Gesamtschulen (IGS) Feuerbach dennoch Kopfzerbrechen. "Wir in Schaumburg wären aus heutiger Sicht voraussichtlich mit einer Vierzügigkeit bei Neugründungen besser gefahren," erklärte er. Es habe in der politischen Diskussion aber dennoch hinreichend Gründe gegeben, an der Fünfzügigkeit festzuhalten. Ganz zufrieden waren die CDU-Politiker Drewes und Feuerbach mit der bisherigen Entwicklung dennoch nicht: "Mit der Einrichtung der neuen IGS in Helpsen, Obernkirchen und Rodenberg wird aus der IGS Schaumburg de facto die IGS Stadthagen. Wir wollen an dieser Stelle anregen, nach den zu erwartenden Genehmigungen in den Schulen über neue Namensgebungen nachzudenken." Drewes und Feuerbach sehen auch im Bereich der Haupt- und Realschulen noch viel Handlungsbedarf seitens des Kreistages. In den vergangenen Wochen sind nur zehn Prozent der zukünftigen Fünftklässler für die Hauptschule angemeldet worden. "Die Einzugsbereiche für die Haupt- und Realschulen sind neu festzulegen", forderten die CDU-Politiker. Darüber hinaus müsse sich der Kreistag mit demselben Engagement für diese Schulen einsetzen, auf das sich bisher die Gymnasien und die Integrierten Gesamtschulen verlassen konnten.



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