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Gericke: Vorwurf der Mogelpackung "dreist"

CDU: IGS-Kampagne "ist Desinformation"

Landkreis (ssr). "In Niedersachsen ist keine Schule gleichzeitig mit ihrer Errichtung Ganztagsschule. IGS sind mit allen anderen Ganztagsschulen gleichgestellt." Das haben die für Schaumburg zuständigen CDU-Landtagsabgeordneten Karsten Heineking und Otto Deppmeyer gestern zur IGS-Diskussion in Schaumburg erklärt.

veröffentlicht am 13.12.2008 um 00:00 Uhr

Diese Position hätte auch den beiden Parlamentarischen Geschäftsführern der Landtagsfraktionen von SPD und Grünen, Heiner Bartling und Ursula Helmhold, "seit längerem bekannt sein müssen", so die CDU-Abgeordneten in einer Pressenotiz weiter. Die CDU habe im Landtagswahlkampf "die Lockerung des Errichtungsverbotes für Gesamtschulen zugesagt und dies gemeinsam mit der FDP auch gehalten", ergänzte CDU-Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes. Nur deswegen seien drei neue IGS für Schaumburg genehmigt worden. In diesem Zusammenhang von "Wahlbetrug" und "Mogelpackung" zu reden, sei "dreist" und "Teil "einer gezielten landesweiten Desinformationskampagne", ergänzte CDU-Kreisvize Marita Gericke. Hinter dieser Kampagne steht nachÜberzeugung der Kreis-Union "im wesentlichen die GEW Niedersachsen und an deren Spitze der ehemalige GEW-Landesvorsitzende und IGS-Schulleiter Richard Wilmers aus Stadthagen, der aus Frust über den mangelnden Willen der Schaumburger SPD, seinen ideologischen Gesamtschulweg im letzten Jahrzehnt mitzugehen und voranzutreiben, aus der SPD ausgetreten ist und eine eigene Wählerinitiative gegründet hat", erläuterte Gericke die Hintergründe aus ihrer Sicht. Die "WIR" sei "eine politische Gruppierung, die sich im Kern auf die Forderung nach einer totalen Neuausrichtung der Schulstruktur in Schaumburg reduzieren lässt". Zum Schuljahresbeginn 2009/2010 würden nur Anträge auf Errichtung einer Ganztagsschule genehmigungsfähig sein, mit denen eine offene Ganztagsschule beantragt werde, so Heineking und Deppmeyer weiter. Hierbei würden die Nachmittagsangebote durch Kooperationen der Schule mit örtlichen Partnern sichergestellt. Ziel sei es, die in der Zukunft zu genehmigenden Ganztagsschulen schrittweise mit Personalressourcen des Landes zu versehen. Die besondere Form der IGS sei imÜbrigen unabhängig vom Ganztagskonzept zu betrachten. Der Erlass "Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der IGS" beschreibe ausdrücklich die Stundentafel der IGS für eine Halbtagsschule. Die IGS habe laut Schulgesetz den Auftrag, Schülern eine grundlegende, erweiterte, breite und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und ihnen eine individuelle Schwerpunktbildung entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen zu ermöglichen. Das pädagogische Konzept der IGS zeichne sich deshalb durch eine besondere Form des gemeinsamen und differenzierten Unterrichts aus, das aber einen deutlichen Anteil von leistungsstärkeren Schülern verlange.



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