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Ein Skitag für Insider im Herzen der Dolomiten: Die Tour rund um den Col di Lana

Carven auf dem Spuren der Gebirgsjäger

Die Sella Ronda kennt wohl jeder Skifahrer, den es im Winter schon mal nach Südtirol gezogen hat. Mehr als 500 000 Skifahrer machen sich Jahr für Jahr auf den Weg, um die Pisten rund um den Sella zu genießen. Doch auf die Spuren der Gebirgsjäger des Ersten Weltkriegs begeben sich eher die Insider. Der Erste Weltkrieg ist das Thema einer Tour, die trotz der düsteren Vergangenheit in dieser Region dennoch optimistisch stimmt, weil man in der grandiosen Bergwelt der Dolomiten erkennt, wie kostbar der Friede ist.

veröffentlicht am 01.03.2014 um 15:54 Uhr

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Autor:

von Adolf Reese

Österreichische Kaiserjäger und das deutsche Alpenkorps lieferten sich mit den italienischen Alpini von Mai 1915 bis November 1917 erbitterte Kämpfe. Rund um den Col di Lana, das Epizentrum des Kriegsgeschehens, verläuft die Gebirgsjäger-Tour unter den Wänden berühmter Gipfel wie Civetta, Monte Pelmo, Tofana, Lagazuoi, Conturines, Sassongher, Sella oder Marmolada. Es ist eine wunderschöne Tagestour auf Traumpisten für die ganze Familie. Aber nur für Frühaufsteher. Denn egal, wo man einsteigt, sieben bis acht Stunden müssen eingeplant werden. Die Gesamtlänge der Rundtour beträgt 82 Kilometer, davon mehr als 30 Kilometer herrliche Abfahrten. Der Ausflug, den man in Corvara ebenso wie in La Villa oder Arabba starten und mit und gegen den Uhrzeigersinn in Angriff nehmen kann, lohnt sich: Traumpisten und spektakuläre Abfahrten. Vor allem vom Lagazuoi nach Armantarola oder von der Punta Rocca hinunter über den Marmolada-Gletscher nach Malga Ciapela.

Von hier aus gibt es zwei Optionen zur Weiterfahrt: Entweder gleich mit dem Skibus nach Alleghe fahren oder die Bretter angeschnallt lassen und den schmalen Skiweg durch das rechts und links vereiste schmale Tal nach Sottoguda nehmen. Eigentlich ein Muss für jeden Skiexperten, der die Gebirgsjäger-Tour in vollen Zügen genießen will. Denn die Kletterer, die hier direkt über den Skiweg mit Seil und Haken im dicken Eis den Weg nach oben suchen, erlebt man nur hier. In Sottoguda angekommen, geht es per Bus weiter ins Skigebiet von Alleghe. Dort liegen einem die Civetta und der Monte Pelmo quasi zu Füßen. Über bestens präparierte Pisten aller Schwierigkeitsgrade und mit einer zweiten Busfahrt geht es hoch nach Fedare. Auch hier könnte die Kulisse kaum schöner sein. Da lohnt sich natürlich ein kurzer Einkehrschwung, ehe man die Tour vorbei an den Cinque Torri über den Lagazuoi Richtung Armentarola fortsetzt und ein herrlicher Skitag von hier aus auf seine letzte Etappe zurück an den Startort führt.

Weiter Informationen und Tipps zu dieser Skitour rund um den Col di Lana finden Sie unter dolomiti.superski.com

Auf lange Pausen sollten die Skifahrer bei der Gebirgsjäger-Tour verzichten, aber ein kurzer Einkehrschwung ist schon drin. kf


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