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Auetaler und Rintelner spenden für eine Delfintherapie - und sie hilft dem kleinen Carsten

Carsten kommt zurück in die wirkliche Welt

Auetal/Rinteln (rnk). Vor einem Jahr haben die Schüler, Lehrer und Eltern des Gymnasiums Ernestinum für Carsten einen Zwölf-Stunden-Lauf organisiert, und die Thekenmannschaft Escher hat für ihn ein Fußballturnier veranstaltet - alles, damit der kleine Carsten aus Berlin in den USA eine Delfintherapie erhält. Unterm Strich kamen durch die Bemühungen und Spenden insgesamt 2024 Euro zusammen - und Carsten konnte zu der Delfintherapie fahren.

veröffentlicht am 27.06.2008 um 00:00 Uhr

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Beate und Carsten Papenfuß haben als Eltern jetzt die kleinen und großen Erfolge während und nach der Therapie aufgelistet. So lässt sich Carsten jetzt auch von Menschen anfassen, die nicht zur Familie gehören. Er kommt in der Schule besser mit, weil er auch auf die Lehrer reagiert. Die ersten beiden Tage der Therapie ging Carsten noch mit Socken ins Wasser, dann zog er sie selber aus: Heute kann ihn Mama baden. Außerdem hat er gelernt, bestimmte Sachen zu kauen und auch zu schlucken. Carsten kann mit Hilfe durch die Wohnung laufen, er kann rund zehn Minuten alleine stehen. Eine Weiterentwicklung der Sprache, insbesondere der Artikulation, wurde ebenfalls festgestellt, Carsten ist nicht mehr aggressiv gegensich selber, und er akzeptiert Regeln von außen, sprich von Mama. Inzwischen lernt Carsten Fahrradfahren, er spricht immer mehr, kommt in der Schule prima klar und er läuft auch immer öfter alleine mit seinem Rollator, mit körperlicher Unterstütztung auch viel ohne. Schriftlich hat sich Familie Papenfuß jetzt bei allen Spendern und Helfern bedankt,: für die Mühen, für die Anteilnahme und dafür, dass es noch Menschen mit Herz gibt. Das Ehepaar erinnert noch einmal daran, was ihr Carsten vorher nicht konnte: Er ließ keine körperliche Nähe zu, die Lehrer hatten keinen Zugang zu ihm, er hatte Angst vor Wasser und konnte nicht gebadet oder geduscht werden, er konnte nicht schlucken, nicht stehen und nicht laufen, er konnte nur wenige Worte sprechen und schlug sich selber ins Gesicht, wenn ihm etwas nicht passte. Aufgrund seines Autismus gab es für ihn nur seine Regeln in seiner Welt. Das alles hat sich nun geändert



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