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Neue Veranstaltungsreihe in der "Alten Polizei" richtet sich an junge Menschen auf Arbeitssuche

"Café Chance" hilft beim Einstieg in den Beruf

Stadthagen (han). "Café Chance" lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe, die jungen Leuten den Einstieg in das Berufsleben erleichtern soll. Einmal im Monat wird ein Gastreferent in die Stadthäger "Alte Polizei" eingeladen, der über seinen beruflichen Werdegang berichtet, Tipps zu Ausbildungsmöglichkeiten gibt und sich den Fragen der arbeitssuchenden Jugendlichen und Erwachsenen stellt. Ausgerichtet wird das Angebot von der "Alten Polizei" und dem "Pro Aktiv Center" der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und des Landkreises als Teil des Projektes "Mehrgenerationenhaus".

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

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Geplant ist eine enge Kooperation mit dem Seniorenbeirat Stadthagen, der gelegentlich die Gastreferenten stellen wird. Der Beirat habe Kontakt zu Menschen, die ihr Berufsleben hinter sich haben und die aus ihrem Erfahrungsschatz berichten können, begründet der Seniorenbeirats-Vorsitzende Karl-Heinz Hansing das Engagement des Gremiums. Ziel der Veranstaltungsreihe sei es, jungen Leuten berufliche Perspektiven aufzuzeigen und Ausbildungspatenschaften anzubahnen, erklärte Gisela Schäfer vom "Pro Aktiv Center", das in der Jugendberufshilfe tätig ist. Das "Café Chance" wird jeden ersten Donnerstag im Monat von 16.30 bis 18 Uhr in der "Alten Polizei", Obernstraße 29 in Stadthagen, ausgerichtet. Das Angebot steht für jeden offen. "Das ?Café Chance' fängt klein an, wird aber immer größer", meint Klaus Strempel, Geschäftsführer der "Alten Polizei", mit Blick auf die geringe Anzahl von nur fünf Gästen, die zur Auftaktveranstaltung gekommen waren. Als erster Gastreferent berichtete der Rechtsanwalts- und Notargehilfe Bülent Yilmaz von seinem Werdegang. Der türkischstämmige, in Deutschland aufgewachsene Bürovorsteher erzählte aufschlussreich und mit viel Elan von seiner anstrengenden Schulzeit ("wenig ausländerfreundliche Lehrer"), dem anschließenden Besuch der Höheren Handelsschule sowie seiner Ausbildung in einer Bückeburger Anwaltskanzlei. "Ich bin zufällig zu meinem jetzigen Beruf gekommen", sagte Yilmaz. Mit Begeisterung schilderte er den typischen Alltag in einem Rechtsanwaltsbüro. "Ich habe nie ein Problem damit gehabt, einen Frauenberuf auszuüben." Yilmaz' Berufstipps richteten sich hauptsächlich an einen 23-jährigen Arbeitssuchenden mit Hauptschulabschluss, der interessiert den Schilderungen des Rechtsanwaltsgehilfen lauschte. "Man muss Einsatzbereitschaft zeigen", beteuerte der Bürovorsteher. "Momentan werden Einzelhandelskaufleute gesucht." Wie viel Freizeit er während seiner Ausbildung gehabt habe, wollte Schäfer wissen, die zugleich als Moderatorin fungierte. Freizeit habe es höchstens nach der Schule gegeben, während der Ausbildung habe er häufig bis 20 Uhr gearbeitet. "Das ist heutzutage völlig normal." Freimütig gestand Yilmaz ein, dass er damals nur auf Druck seines Vaters eine Ausbildung begonnen und sein Berufsleben in die Hand genommen habe.



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