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Grüner möchte sich heute zum Kandidaten für Landtag aufstellen lassen / Piels Kür für Juni geplant

„Butter bei die Fische“: Jürgens will antreten

Weserbergland (rom). Thomas Jürgens möchte für die Grünen bei der bevorstehenden Landtagswahl antreten. „So wie es aussieht, werde ich antreten“, sagte Jürgens gestern auf Anfrage der Dewezet. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Grünen ihn heute Abend zum Kandidaten für den Wahlkreis 36 küren. Zu dem Wahlkreis gehören Bad Pyrmont, Aerzen, Emmerthal, Coppenbrügge, Salzhemmendorf und Bad Münder. Jürgens selbst wohnt im Emmerthaler Ortsteil Börry.

veröffentlicht am 10.05.2012 um 16:05 Uhr
aktualisiert am 07.12.2012 um 16:05 Uhr

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„Ich habe in den vergangenen Wochen noch einmal nachgedacht“, sagte Jürgens. Ende März hatte er sich nämlich noch bedeckt gehalten. „Ich mache im Moment Osterferien“, hatte er damals gesagt. Diese sind aber vorbei – und Jürgens‘ Entscheidung mittlerweile gefallen: „Ich bin bereit zu kandidieren.“ Bei der jüngsten Landtagswahl im Jahr 2008 hatte Jürgens im Wahlkreis 36 für seine Partei gut fünf Prozent der Stimmen gewonnen.

Er betonte aber, dass er sich auf keine Kampfkandidatur einlassen werde. Sollte sich bei der Wahlkreisversammlung der Grünen heute Abend im Expo-Café also ein anderes Mitglied der Grünen zur Wahl stellen, wolle er von seinem Wunsch wieder zurücktreten. Ein Herausforderer für Jürgens ist derzeit aber nicht zu sehen, wie Mitglieder der Grünen gestern sagten. „Kein Mensch tritt gegen ihn an“, hieß es. „Ich habe momentan von keinem anderen Kandidaten gehört“, sagte auch Jürgens.

Er fügte hinzu, dass er gern auch für jüngere Parteimitglieder den Platz räumen wolle, zum Beispiel für einen Kandidaten aus Bad Pyrmont. Schließlich liege die gemessen an der Einwohnerzahl zweitgrößte Stadt des Landkreises im Zentrum des Wahlkreises 36. Außerdem hatten die Kurstadt-Grünen bei der Kommunalwahl 2011 ihr Ergebnis auf 9,8 Prozent fast verdreifacht. Die Pyrmonter Grünen erteilten Jürgens’ Wunsch aber eine Absage. Klaus Muchow als Sprecher des Grünen-Ortsverbandes sagte gestern: Thomas Jürgens „wird von uns unterstützt“. Die Pyrmonter Grünen hätten wegen des guten Abschneidens bei der Kommunalwahl alle Hände voll zu tun. Der Ortsverband stehe geschlossen hinter Jürgens, der schon seit Jahren engagiert arbeite und beinahe „ein Dino“ der grünen Kommunalpolitik sei. Sollten die Grünen Jürgens heute Abend ins Rennen um einen Platz im Landtag schicken, dann wolle er sich für einen Politikwechsel starkmachen. Die Grünen müssten „endlich mal zu dem Punkt kommen, dass wir Regierungsverantwortung auch umsetzen können. Wir brauchen endlich mal Butter bei die Fische“, sagte Jürgens. Sein Wahlkampf werde von A wie Atomkraft bis Z wie Zusammenarbeit reichen, zum Beispiel zwischen Kommunen.

Die niedersächsischen Grünen stellen Ende Juni in Wolfsburg ihre Listen zusammen. Jürgens sagte, dass er im Falle seiner Wahl zum Kandidaten heute Abend mit einem mittleren Listenplatz rechne.

Die Liste anführen möchte ihrerseits Anja Piel aus Fischbeck. Die Chefin der Hameln-Pyrmonter Grünen hatte ihren Hut längst in den Ring geworfen. Sie will im Wahlkreis 38 antreten, der Hameln, Hessisch Oldendorf und Rinteln umfasst. Allerdings muss sich Piel gedulden. Denn die Rintelner Grünen haben heute Abend einfach keine Zeit. Es sei immer schwierig, drei Ortsverbände unter einen Hut zu bekommen, sagte Piel gestern. Der wahrscheinlichste Termin für ihre Kandidatenkür sei der 14. Juni. Derzeit gibt es für Piel keinen Gegenkandidaten.

Bei der Landtagswahl 2008 hatten die Grünen insgesamt acht Prozent der Stimmen gewonnen. Eine Umfrage für die Landtagswahl am 20. Januar 2013 von infratest dimap im Auftrag des NDR sagte den Grünen 17 Prozent voraus.



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