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Grüne/WIR konkretisieren Vorschläge / Kundenparkplätze erhalten / Punkte schrittweise umsetzen

Buswartehäuschen rüber auf die Ostseite

Obernkirchen (rnk). Zusammen mit Gerd Kirchner als langjährigem Eigentümer eines Geschäftes in der Rathenaustraße hat die Gruppe Grüne/WIR neue Varianten für die Umgestaltung der Bushaltestellen im Oktober erarbeitet. Diese wurden der Verwaltung und der CDU/WGO- Gruppe und der SPD-Fraktion zur Beratung zur Verfügung gestellt.

veröffentlicht am 20.12.2007 um 00:00 Uhr

Die Parkplätze vor den Geschäften müssen bleiben, meint die Grup

Der wohl wichtigste und von den im letzten Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorgestellten Plänen der Verwaltung am stärksten abweichende Vorschlag betrifft die Haltestelle an der Ostseite, also in Richtung Stadthagen. Grüne/WIR schlägt die Erstellung eines größeren Buswartehäuschen auf der Ostseite auf dem Grundstück der katholischenKirche vor. Derzeit befinde sich auf der Ostseite der Bushaltestelle bereits eine, aber ausgesprochen unansehnlicheÜberdachung. Nach Ansicht der Gruppe müsste sie, um den dort Wartenden Schutz bieten zu können, wesentlich größer ausfallen. Und der dafür erforderliche Platz besteht aufgrund des Fuß- und Radwegs nur auf dem Gelände der Kirche oder des Landes Niedersachsen, also bei der Polizei. Konkret heißt das, dass die Haltestelle bleibt, wo sie derzeit ist und nur die Überdachung, umgeben von einer Mauer aufgrund des Höhenunterschieds, in das Gelände der Kirche hineingebaut wird. Damit verschiebt sich der Wartebereich um rund fünf bis zehn Meter nach Osten. Zudem sollten dort 10 bis 20 Sitzplätze eingerichtet werden: Der vorhandene Platz sei aufgrund der guten Annahme der Haltestelle derzeit viel zu klein und unattraktiv. Auf der anderen Seite, vor der Post also, soll der Grünstreifen vor Hausnummer 20 verkleinert und der Grünstreifen direkt vor der Post entfernt werden. Denn der Erhalt der drei bis vier Kundenparkplätze vor den Geschäften Scholz, Koch und Knopp sei für den Bestand der Geschäfte notwendig. Zudem sei eine deutliche Trennung zwischen Busparkplatz und Kundenstellflächen, etwa durch eine Schraffur, erforderlich. Geprüft werden soll die Verlegung des Taxistandes vom Beginn der westlichen Bushaltestelle in die Bergamtstraße oder auf die Ostseite. Denn durch den Erhalt der Kundenstellflächen muss die Bushaltestelle fünf bis zehn Meter nach Süden verlegt werden, was aber mit dem vorhandenen Taxistellplatz kollidiere. Ein Buswartehäuschen soll im Sichtbereich zu den Bussen auf dem städtischen Grundstück Bergamtstraße im Bereich der Infosäule erfolgen, inclusive der Errichtung von 10 bis 20 Sitzplätzen und einer Verlegung der Infotafeln in die Überdachung. Für die Neugestaltung schlägt die Gruppe zudem die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbes vor, denn zur angemessenen Präsentation Obernkirchens an diesem wichtigen Blickpunkt wäre eine künstlerisch ansprechende Gestaltung wichtig. Die Buspassagiere sollten zudem so viel wie möglich über die Aktivitäten in Obernkirchen lesen. Gefordert werden weiterhin Fahrradabstellanlagen auf beiden Seiten der Haltestelle: Dadurch würde die Haltstelle weiter aufgewertet. Die Gruppe schlägt Bügel wie am Kirchplatz vor. Eine Bedarfsampel zwischen Post und Volksbank oder die volle Beampelung der Einmündung Eilsener Straße in die Rathausstraße soll mehr Sicherheit für Fußgänger und den Verkehrsfluss der Rathausstraße/Rintelner Straße entschleunigen. Dieses werde besonders deutlich, wenn man sich die lange Gefällestrecke der Rintelner Straße mit Gefahrguttransporten vor Augen führt, begründet Grüne/WIR. Verlegt werden sollten die Radwege im Bereich der Bushaltestellen auf die Rathausstraße. Denn die Rad- und Fußwege würden aufgrund ihrer Breite nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Zudem komme es auf Grund der hohen Frequenz der Haltestelle häufig zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Auf der Westseite würden zudem die - ausdrücklich gewünschten - Warenpräsentation der Geschäfte den kombinierten Rad- und Fußweg einengen. Gesamtziel sei eine schrittweise Umsetzung der vorgenannten Punkte im Rahmen der Möglichkeiten, aber mit dem Ziel der deutliche Gesamtverbesserung der Verkehrssituation, schreibt die Gruppe. Die Vorschläge werden im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, nachdem die Verwaltung den Prüfauftrag zur Haltestellenverlegung auf den Neumarktplatz geprüft hat, sicher weiter diskutiert.

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