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Entscheidung erneut vertagt / Neumarktplatz als Haltestelle nicht geeignet / Drei Parkplätze bleiben

Bus-Parkbuchten: Noch immer keine Zahlen

Obernkirchen (rnk). Die Jahre kommen und gehen, ein Thema jedoch, es bleibt bestehen: Auch in diesem Jahr wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit dem geplanten Umbau der Busparkbuchten an der Rathenaustraße befassen müssen. In der jüngsten Sitzung wurden die überarbeiten Pläne vorgestellt - die von allen Politikern dringend benötigten Zahlen über die anfallenden Kosten liegen indes immer noch nicht vor.

veröffentlicht am 17.01.2008 um 00:00 Uhr

Vor dieser Figurengruppe wird kein Buswartehäuschen aufgestellt;

Ganz im Gegenteil. Im Ausschuss herrschte bei der Kostenfrage ein geradezu babylonisches Sprachgewirr. Gibt es 90 000 Euro Zuschuss, wie Horst Sassenberg (CDU) vermutete? Oder 90 Prozent Zuschuss, wie andere Ausschussmitglieder mutmaßten? Oder ist der Zuschuss auf 51 000 Euro begrenzt, wie Bürgermeister Oliver Schäfer erklärte? Einig und sicher waren sich die Mitglieder nur in einem Punkt: Wird in diesem Jahr die Maßnahme nicht durchgeführt, verfällt der Zuschuss. Dann gibt es vom Landkreis nicht einen Euro. In der sei 2005 geführten Debatte ist immerhin ein Vorschlag nun vom Tisch: Der Neumarktparkplatz kann nicht als Busparkplatz genutzt werden. Wie Bernd Conrad vom Ingenieursbüro Kirchner ausführte, müsse die Parkbucht auf jeder Seite für zwei Busse angelegt werden, weil dies so vorgeschrieben sei, wenn zwei Linien dort fahren würden. In Obernkirchen sind es sogar drei. Damit fällt der Neumarktplatz weg: Sollten die Busse in beide Richtungen hier halten können, müsste Platz für vier Parkbuchten geschaffen werden. Das ist völlig unmöglich, war sich der Ausschuss sofort einig. Auch wenn der Platz für zwei Buchten reichen würde, so würden dafür jede Menge der insgesamt 45 Parkplätze wegfallen, 12 weiter würden "deutlich eingeschränkt", wie es Conrad formulierte. Mit Behinderungen der Busse durch den Parkverkehr müsste gerechnet werden, und schon ein Falschparker könnte den gesamten Fahrplan zur Makulatur werden lassen. Conrad: "Der Parkverkehr greift in den Busverkehr ein." Das sei keine diskutable Option, befanden Politiker und Bürgermeister Oliver Schäfer unisono. Was also wird geschehen? Umziehen wird der Taxistand. Er habe als Teilnehmer desöffentlichen Nahverkehrs ein Anrecht auf eine gute Lage, erklärte Conrad. Bei einem Umzug in die Bergamtsstraße müsse mit Nachteilen gerechnet werden - der Taxistand kann dort nur schlecht gesehen werden. Jetzt wird er an der Rathenaustraße zurückgesetzt. Danach folgen drei Parkplätze und eine kleine Grünfläche, die nicht nur optisch die Plätze von der dann folgenden Parkbucht trennt. Ohne die Grünfläche, so der Planer, würde dort wohl weiter geparkt werden - und der Bus hätten dann keinen Platz zum Anhalten und müsste auf oder halb in der Straße halten. Die überwiegende Mehrheit im Ausschuss konnte sich mit der Grünfläche anfreunden: "Lockert auf", lobte Thomas Stübke (Grüne/WIR) "eine "ausgesprochen positive Planung", während Dirk Rodenbeck (CDU/WGO) von einer "sehr schönen Abgrenzung" sprach. Den Vorschlag, die Radfahrer in Richtung Rinteln erst wieder nach der Bergamtsstraße auf den Geh- und Radweg zu führen, erteilte Conrad ebenfalls eine Absage. Verkehrsbehörden und Polizei hätten sich bei einem Ortstermin dagegen ausgesprochen, die Radler in den Straßenverkehr zu schicken. Zwar wurde sich im Ausschuss nicht mehrüber die Bushäuschen unterhalten, aber den Vorschlag des Planers, auf der Haltestelle vor dem Pfarramt den Unterstand ganz nach unten zu rücken, wies Schäfer glatt zurück: Dann stünde der Unterstand genau vor einer christlichen Figurengruppe eines in Obernkirchen recht bekannten Künstlers. Und selbst wenn das Häuschen aus Glas ist: Dieser Blickfang wird frei bleiben, sagte Schäfer. Wenn die Zahlen endlich vorliegen und die Politiker wissen, wie hoch die Kosten und der Zuschuss ist, soll flexibel entschieden werden: Reicht das Geld nicht für den Umbau beider Buchten, soll nur eine neu angelegt werden.

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