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Warum nicht nur die ältere Generation auf den „Tür-zu-Tür“-Service setzt

Busfahren ist vielen eine Reise wert

Hameln / Berlin (ey). Nächster Halt, kurz vor Steinbergen. Dabei ist es erst 20 Minuten her, als Michael Herter den zwölf Meter langen, schneeweißen Neoplan am Hamelner Bürgergarten in Bewegung gebracht hatte. „Keine Sorge, ich setze nur schnell den Kaffee auf.“ Drei Minuten später – Herter lenkt seinen modernen Bus Richtung Autobahnauffahrt Bad Eilsen – duftet es nach frisch gebrühtem Bohnenkaffee. Die Fahrgäste freuen sich.

veröffentlicht am 02.10.2010 um 05:26 Uhr

Die Freude währt nicht nur hier im Bus von Herter, sondern bundesweit. Busreisen liegen laut Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) im Trend, weil es in Europa kaum einen Ort gibt, den die deutschen Busunternehmer nicht ansteuern. Sehr beliebt sind Städtetouren und Kurztrips. Immer mehr Urlauber unternehmen zudem erholsame Wellness- und Gesundheitsreisen oder vertiefen ihr Wissen bei speziellen Studienfahrten. Und: Immer öfter geht’s Richtung östliches Europa. Ein weiterer Pluspunkt ist die moderne Komfortausstattung der Busse. Nach Angaben des bdo sind fast alle mit sanitären Einrichtungen, Fußstützen, Miniküche, Klimaanlage und Klapptischen ausgerüstet.

Eine große Rolle spielt das Vertrauen der Fahrgäste in das Unternehmen. Das drückt sich auch darin aus, dass der Fahrer vorgeschriebene Lenk- und Pausenzeiten einhält. „Wir machen jetzt 45 Minuten Pause. An der nächsten Raststätte können Sie essen und es sich gut gehen lassen“, informiert Michael Herter, wie immer mit Krawatte gekleidet („Das gehört dazu!“) über Mikrofon die Fahrgäste.

Busreisen sind nicht nur bei der älteren Generation beliebt. Mit der Aussicht auf Unterbringung in ausgewählten Hotels und ein abwechslungsreiches Programm lassen sich laut bdo auch jüngere Generationen begeistern. Es ist dieser bequeme „Tür-zu-Tür“-Service, den die Fahrgäste schätzen. Stressiges Umsteigen wie bei Bahnreisen oder lästige Anfahrten zum Flughafen bleiben ihnen erspart. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten erreichen Omnibusse Spitzenwerte. Auf einer 100 Kilometer langen Reise stoßen moderne Reisebusse bei durchschnittlicher Besetzung nur 3,3 Kilogramm Kohlendioxid pro Person aus. Die Bahn hingegen kommt auf 5,4 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen, der Pkw auf 14,4 pro Person.

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Ankunft im südenglischen East Horsley. Die Fahrgäste freuen sich und wollen Michael Herter zum Bier einladen. Er lehnt ab. „Kein Tropfen Alkohol von Anfang an bis zum Ende der Reise.“ Sicherheit für alle ist oberstes Gebot. Und das gilt für rund 70 000 gefahrene Kilometer jährlich.



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