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Persönlicher Beitrag zu "Obernkirchen blüht auf": Schäfer und Kirchner bepflanzen Stehlen

Bunte Blütenpracht für vier starre Betonstehlen

Obernkirchen (clb/rnk). Dass die Bergstadt nicht erst im Sommer aufblüht, sondern das ganze Jahr über bunt und attraktiv sein kann, hat bereits die Bepflanzung der beiden Verkehrskreisel gezeigt. Jetzt haben sich Garten- und Landschaftsbauer Gerd Kirchner und Bürgermeister Oliver Schäfer eine neue Blumen-Verschönerungsaktion überlegt: Gemeinsam haben die beiden die weißen Stehlen, die am Anfang der Tempo-30-Zonen stehen (an der Langen-, Vehlener-, Bornemann- und Neuen Straße) und die Geschwindigkeit der Autofahrer reduzieren sollen, mit bunten Blumen bepflanzt.

veröffentlicht am 24.05.2007 um 00:00 Uhr

Der Gelldorfer Kreisel in voller Pracht: "Gräser treten in einen

Den "ersten Spatenstich" machte der neue Bürgermeister gestern Nachmittag an der Langen Straße. Unterstützt wurde er dabei mit fachkundigem Rat von Gerd Kirchner, der die Blumen ausgewählt und gesponsort hatte. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Eine gelb-rot-violette Blumenpracht zierte anschließend die erste Stehle und das Gesamtbild wurde durch die grüne Geißblattpflanze, die sich nach und nach um das Eisengestell winden soll, abgerundet. Kirchner erklärte die einzelnen Blumensorten, die er passend zu den Stehlen ausgesucht hatte: Margeriten, Torenia, Geranien, Lobelien (besser bekannt unter dem Namen "Männertreu") sowie Geißblatt (oder "Je länger, je lieber"). "Die Erstbepflanzung ist auch ein persönlicher Beitrag des Bürgermeisters zu der Aktion ?Obernkirchen blüht auf'", erläuterte Kirchner. Auch Schäfer zeigte sich nach getaner Arbeit zufrieden mit seinem Werk: "Es macht doch gleich einen freundlichen Eindruck, wenn man in die Stadt fährt!" Wohl wahr: Die Kreisel sind Visitenkarten. Nun wird noch eine "Patenschaft" für die frisch bepflanzten Stehlen gesucht. Jemand, der ab und zu mal nach dem Rechten schaue und dafür sorge, dass die Blumen frisches Wasser erhalten, wie Kirchner hinzufügt. Wer Interesse habe, könne sich bei Oliver Schäfer melden: Einfach mal im Rathaus vorbeischauen - für Helfer hat der Bürgermeister immer ein bisschen Zeit. KleineÄnderungen gibt es beim Vehlener Kreisel. Weil sich gezeigt hat, dass die dortige Bepflanzung für die eher kleine Skulptur zu hoch wächst, wurde das gesamte Beet ausgeräumt. Freuen kann sich darüber Thomas Mittmann. Wie der Krainhäger Ortsbürgermeister auf der letzten Sitzung mitteilte, werden die Blumen aus dem Kreisel in Krainhagen neu angepflanzt. Schäfer hofft dagegen, dass sich der Verkehrs- und Verschönerungsverein künftig um den Vehlener Kreisel kümmert. Der andere (so genannte Gelldorfer Kreisel) ist weiter in den Händen von Garten- experte Kirchner, der gestern erläuterte, dass es mit dem Pflanzen allein nicht getan sei. Er habe sich von dem Gedanken leiten lassen, dass der starre Stein in einen Dialog mit den Pflanzen treten solle: "Also habe ich viele Gräser genommen, die sich richtig schön im Wind wiegen, das gibt Dynamik", erklärte Kirchner den kleinen philosophischen Überbau: "Schafsgarbe, Storchschnabel, Lavendel und Salbei sorgen zudem dafür, dass dort das ganze Jahr etwas blüht." Und das, so war er sich mit Schäfer einig, passe doch bestens zum Steinmotiv: ein Mensch, der sich in der Natur bewegt.

Oliver Schäfer (l.) und Gerd Kirchner beim Bepflanzen der ersten
  • Oliver Schäfer (l.) und Gerd Kirchner beim Bepflanzen der ersten Stehle an der Langen Straße.


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