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Bei Jugendarbeit und Heimatpflege sieht Partei Handlungsbedarf / Bartling lässt Wahlkampftöne hören

Bundesstraße 65: SPD will Leute im Kreistag beäugen

Rodenberg (bab). Die Rodenberger SPD will die Planungen für die B 65 weiter kritisch begleiten. Das wurde bei der Jahresversammlung des Ortsvereins deutlich. Außerdem will die Partei bei der Jugend- und Kulturarbeit Akzente setzen und sich mit der Konzeption einer neuen Sporthalle beschäftigen. Landtagsabgeordneter und Unterbezirksvorsitzender Heiner Bartling stimmte die Rodenberger mit scharfer Kritik an der Landesregierung auf die Landtagswahl ein.

veröffentlicht am 21.02.2007 um 00:00 Uhr

Einen Rückblick auf die Kommunalwahl warf der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Dieter Brand und umriss, welche Arbeitsfelder die SPD künftig angehen will. So wolle die SPD die Frage nach einer neu ausgerichteten Jugendarbeit klären. Zudem sieht sie "eine Menge Arbeit" im Bereich Heimatpflege. Die Partei hatin der neuen Ratsperiode den Vorsitz im Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege inne. Brand fordert, sich vor dem Bau einer neuen Sporthalle über deren Zweck zu einigen. So könne die Halle als Mehrzweckhalle geplant werden. Der Bau einer neuen Sportstätte werfe aber auch Fragen nach den bestehenden auf. "Was machen wir mit den anderen Hallen?", fragte Brand. Ein aktuelles Thema auf der Liste der Partei ist der Ausbau der B 65. Die derzeit geplante Variante ist nach Meinung der SPD zum Nachteil für die Rodenberger. An der Abfahrt nach Algesdorf und vor dem Baugebiet Grover Grenze würden wahre "Monumente" entstehen, so Brand. Die Sozialdemokraten wollen weiterhin die Anbindung der B 442 an die Kreisstraße 53 verfolgen. "Mit hoher Sensibilität", werde man bei diesen Themen die Ratsmitglieder beobachten, die auch im Kreistag mitarbeiten, sagte Brand. Auf den Landeswahlkampf stimmte Heiner Bartling die Genossen ein. Der Landkreis Schaumburg sei durch die Entscheidungen der Landesregierung unter Christian Wulff "eklatant geschwächt worden". Bartling begründet dies sowohl mit dem Neuzuschnitt der Wahlkreise als auch mit dem "Abziehen der Behörden" aus Schaumburg. "So werden wir nur noch einen Kandidaten direkt nach Hannover schicken, vorher waren es zwei", sagte Bartling. Mitschuld gab er dem CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Runkel und dem ehemaligen CDU-Kreisvorsitzenden Burkhard Balz. Nur der CDU-Landtagsabgeordnete Friedel Pörtner habe "Widerstand geleistet". Auch die Schul- und Sozialpolitik der CDU/FDP-Landesregierung sowie den Umgang mit Polizei und sonstigem öffentlichem Dienst kritisierte Bartling. Der Unterbezirksvorsitzende Bartling ehrte Rodenberger Mitglieder für langjährige SPD-Mitgliedschaft. Für 40 Jahre wurden Ulrich Neudahm, Peter Friedrichkeit und in Abwesenheit Hans-Jürgen Hardt geehrt. 25 Jahre sind Henning Kommerein, Bernd Horstmann und Ralf Langhorst in der sozialdemokratischen Partei und seit zehn Jahren Christina von Jaminet und Wilhelm Hartmann.

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