weather-image

Rund zehn Millionen Nutzer

Bürochat-App Slack auf dem Weg an die Börse

New York (dpa) - Der Bürokommunikations-Dienst Slack hat die Weichen für einen Börsengang gestellt.

veröffentlicht am 05.02.2019 um 09:10 Uhr
aktualisiert am 09.02.2019 um 08:10 Uhr

Stewart Butterfield vom Instant-Messaging-Dienst Slack, ein kanadischer Unternehmer und Gründer vom Fotoportal Flickr. Foto: Jens Kalaene

Slack machte von der Möglichkeit Gebrauch, den Antrag für eine Aktienplatzierung vertraulich einzureichen, weitere Details nannte die Firma aus San Francisco nicht.

Wie unter anderem das «Wall Street Journal» und die «New York Times» berichteten, will Slack dabei wie schon der Musikdienst Spotify im vergangenen Jahr die Anteile direkt an die Börse bringen und damit das relativ teure klassische Verfahren über Investmentbanken umgehen.

Bei der vergangenen Finanzierungsrunde im August vergangenen Jahres wurde das Unternehmen laut Medienberichten mit gut sieben Milliarden Dollar bewertet. In den vergangenen Wochen hätten Investmentfirmen eine Bewertung von 13 Milliarden Dollar unterstützt, schrieb die «New York Times».

Slack wird nach jüngsten Angaben täglich von rund zehn Millionen Mitarbeitern verschiedener Firmen benutzt. Mehr als 85 000 Unternehmen sind zahlende Kunden. Zugleich bieten unter anderem Microsoft, Google und Facebook konkurrierende Produkte an. Seit dem Start 2013 besorgte sich Slack laut Medienberichten rund eine Milliarde Dollar bei Investoren.

Eine Direktplatzierung gilt als riskanter, da Banken nicht als Zwischenhändler beziehungsweise Kursstabilisator auftreten. Andererseits spart das auch Gebühren, die sonst an die Banken gehen. Bei Spotify hatte das Vorgehen zumindest in den ersten Monate dem Kurs nicht geschadet. Das Papier startete Anfang April bei 165,90 Dollar und damit deutlich über dem vom Unternehmen festgelegten Referenzpreis von 132 Dollar. Bis Mitte Juli legte die Aktie dann auf knapp 200 Dollar zu, bevor sie im Zuge der allgemeinen Schwäche von Techwerten bis auf 103 Dollar zum Jahresende abstürzte. Zuletzt lag der Kurs mit 138 Dollar wieder etwas über dem Referenzpreis. Spotify wird damit an der Börse mit rund 25 Milliarden Dollar bewertet.

Neben Slack stehen einige weitere US-Techunternehmen vor dem Gang an die Börse. So reichten die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft Ende vergangenen Jahres auch vertrauliche Anträge für Börsengänge ein.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt