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Bereits 1,5 Millionen Euro Stiftungsgelder eingesammelt / Nach Firmengeburtstag weitere 20 000 Euro

Bürgerstiftung kann 60 000 Euro ausschütten

Bückeburg (rc). Die Bürgerstiftung Schaumburg hat inzwischen ein Stiftungskapital von 433 000 Euro ansammeln können, zusammen mit zwei Unterstiftungen verfügt die vor vier Jahren gegründete Stiftung mittlerweile über ein Gesamtkapital von 1,5 Millionen Eur o. Von den jährlichen Zinsen in Höhe von rund 60 000 Euro können damit im gesamten Landkreis Erziehungs- und Bildungsprojekte gefördert werden. "Eine notwendige Investition in die Jugend und damit in unser aller Zukunft", wie der Vorsitzende der Stiftung, Hermann Stoevesandt, und der Vorsitzende des Stiftungsrates, Christian Meyer, in Meinsen-Warber mitteilten.

veröffentlicht am 25.09.2008 um 00:00 Uhr

Anlass war dieÜbergabe einer Spende durch Volker Wehmeyer vom gleichnamigen Ingenieurbüro. Er hatte aus Anlass seines 20-jährigen Jubiläums im Juni auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für die Stiftung gebeten. Familie Wehmeyer rundete den Betrag dann auf 10 000 Euro auf. Und da die Sparkasse in Schaumburg und die Firma Stüken in Rinteln zugesagt hatten, jede innerhalb eines Jahres eingehende Stiftungssumme zu verdoppeln, flossen so insgesamt 20 000 Euro auf das Stiftungskonto. Mit der Verdoppelung der Wehmeyer-Spende ist dieses Verdoppelungs-Projekt jetzt abgeschlossen. "Mir ist es wichtig, dass gerade Jugendarbeit gefördert wird", nannte Wehmeyer als Motiv für seine Spende. Und nannte als Beispiel die Passivität von Jugendlichen im politischen Bereich. Wählen-gehen oder die Arbeit im Ehrenamt müssten den Jugendlichen schmackhafter gemacht werden. Ein Anliegen, das die Bürgerstiftung derzeit mit der Vergabe von Stiftungsgeldern für das Projekt "Wahlverhalten junger Menschen" unterstützt. Derzeit laufen in Stadthagen die ersten Untersuchungen an. Die Ergebnisse sollen dann vorgestellt, auf CD gebrannt und allen Schulen, Vereinen und Verbänden im Landkreis zur Verfügung gestellt werden. Die Stiftung unterstützt oder unterstützte weitere Projekte wie das Beschaffen von Messgeräten und weiterer Unterrichtsmaterialien für Schulen, das Projekt "Gesunde Schule", Mitternachtssport in Stadthagen, Projekte der Gewaltprävention oder aber die Erziehungsberatung in Rinteln. Dabei handelt es sich um eine einmalige Unterstützung für Dinge, die über das hinausgehen, was der Träger eines Projektes machen muss. Mit dem angesammelten Stiftungskapital ist die Bürgerstiftung inzwischen "aus der Anfangsphase heraus", wie es Stoevesandt und Meyer formulierten: "Die ordentliche Förderung von Projekten geht erfreulich zügig voran." Allerdings hat die Stiftung mit dem Problem zu kämpfen, dass sie in weiten Teilen der Bevölkerung noch nicht so bekannt ist. Stoevesandt und Meyer machten sich daher in den vergangenen Wochen auf Rundtour, um die Stiftung bei Schulen, Vereinen, Verbänden oder der Wirtschaft vorzustellen - nicht nur, um eventuell weiteres Stiftungskapital einzusammeln, sondern auch, um mehr Anträge für förderungswürdige Projekte zu erhalten: "Viele kennen uns nicht, wir wollen gute Anträge haben, wo sich die Vergabe von Mitteln lohnt." Beide betonten in dem Gespräch, dass die Bürgerstiftung eine Stiftung der Bürger und für die Bürger ist. Die breite Akzeptanz zeige sich darin, dass der Kreis der ursprünglichen Stiftungsgründer inzwischen von 100 auf 135 angewachsen ist.

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