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Anlage auf dem Feuerwehrgerätehaus Meinsen-Warber-Achum eingeweiht

Bürgersolaranlage: Umweltschutz bringt satte sechs Prozent Rendite

Meinsen-Warber (mig). Das sich Umweltschutz bezahlt machen kann, beweisen nicht nur die Biogasanlagen der heimischen Landwirte. Auch Dachdeckermeister Dieter Ahrens freute sich anlässlich der Einweihung der Bürgersolaranlage auf dem Gerätehaus der Feuerwehr Meinsen-Warber-Achum über die pünktlich scheinende Sonne. "Wir haben in den vergangenen Monaten gut verdient", informierte er die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste. Die 29 Gesellschafter können eine Rendite um die sechs Prozent erwarten.

veröffentlicht am 10.09.2007 um 00:00 Uhr

Spende an Jugendfeuerwehr Meinsen-Warber-Achum und Grundschule M

Im Vordergrund steht aber weiterhin der Umweltschutz: Bisher hat die Anlage seit ihrer Inbetriebnahme am 14. Juni etwa 5600 Kilowatt-Stunden (kWh) Strom produziert; aufs Jahr gerechnet sollen zirka 23000 kWh erreicht werden. "Die Photovoltaik ist eine saubere und geräuschlose Herstellung von Strom. Wir ersparen der Umwelt zirka 20 Tonnen C02-Emissionen", rechnete Ahrens den Gästen der kleinen Feier vor. Die von der Anlage gespeicherte Energie reicht aus, um fünf bis sechs Einfamilienhäuser zwölf Monate lang mit grünem Strom zu versorgen. Ein weiterer Vorteil der Technik ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze. In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier entsprechend beeindruckt und regte ein "dichtes Energiemanagement" an. "Wir setzen beispielsweise auf Biogasanlagen für Landwirte als zusätzliche Einkommensquelle", machte Schöttelndreier deutlich. Im Rahmen der Regionalen Entwicklungskooperation bot er Ahrens eine engere Zusammenarbeit an. Anschließend wurde die neue Technik den Besuchern vorgeführt. Besonders interessiert waren die meisten Gäste und Mitglieder der Bürgersolargemeinschaft Meinsen-Warber am kleinen Maschinenraum. Viel zu sehen gab es aber nicht; ein großer Teil der Wartungsarbeiten läuft über das Internet. "Die Anlage ist sehr wartungsarm; bisher hat alles funktioniert", betonte Geschäftsführer Ahrens. Sollte die Technik doch einmal versagen, wird per SMS alarmiert. Auch Mitglieder können sich unter "www.solarmaxportal.com" (als fiktive E-Mail-Adresse angeben: meinsen@warber.de, anschließend das Passwort: solar1) über den Leistungsstand der Anlage informieren. Weil das Interesse an einem Anteil "riesengroß" war, wird im kommenden Jahr möglicherweise eine zweite Bürgersolaranlage eingerichtet. "Der Pool war schnell voll, deshalb haben wir einen Antrag auf eine weiteres öffentliches Dach gestellt", sagte Cornelia Laasch (Bündnis90/Die Grünen). Die Bürgersolargemeinschaft Meinsen-Warber hat 52 Anteile zu 2400 Euro an 29 Gesellschafter abgegeben. Für die Benutzung des Dachs verlangt die Stadt keine Miete.

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