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Bürger nicht informiert

Bürgernähe sieht anders aus

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Naturschutz Vorrang gegenüber dem Straßenbau bekommt und darum eine Trassenführung verlagert werden soll.

veröffentlicht am 24.02.2020 um 14:45 Uhr

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Zu: „Neue Trassenführung für Hamelns Südumgehung“, vom 14. Februar


Aber was mir bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass ich als langjähriger Bewohner eines Wohnhauses an der Werftstraße aus der Dewezet erfahren muss, dass auch mein Wohngebäude dieser veränderten Trasse zum Opfer fällt. Offensichtlich sind ausschließlich die Gewerbetreibenden wichtig genug, um informiert zu werden, der „einfache Bürger“ jedoch nicht. Es wäre gar nicht so schwierig gewesen, die überschaubare Zahl von Bewohnern in einem Schreiben über diese Planung zu informieren, ebenso wie den ebenfalls betroffenen Dartclub Hameln. Mit den Gewerbetreibenden werden Alternativen und Lösungen diskutiert, die Bewohner sollen offensichtlich alleine schauen, wie sie klarkommen. Bürgernähe siehtanders aus. Leider habe ich Ähnliches bereits von dieser Behörde als seinerzeit stellvertretender Ortsbürgermeister von Hachmühlen-Brullsen erleben müssen, als der Ausbau der B 217 im Zuge der Expo mit dieser Behörde diskutiert wurde und der Vorschlag durch den Ortsrat kam, die Ortsdurchfahrt lediglich dreispurig zu gestalten, da mehr Spuren nicht nötig seien. Stattdessen sollte Begleitgrün den Ort attraktiver machen. Das ginge keinesfalls, allein wegen des Verkehrsaufkommens durch die Expo. Ergebnis: Die Bauarbeiten liefen noch während der Expo, der Verkehr wurde während der ganzen Expo zweispurig durch den Ort geführt und es gab keine Verkehrsbehinderungen. Aber eben auch kein Begleitgrün, keinen schöneren Ort und keine zufriedenen Bürger. Für mich ist diese Art der Kommunikation ein Déjà-vu und ein ganz schlechter Stil im Umgang mit betroffenen Bürgern.



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