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ver.di-Senioren diskutierenüber Situation des Rintelner Kreiskrankenhauses

Bürgerinitiative gegen Privatisierung

Rinteln (rd). Die Zukunft des Rintelner Krankenhauses war zentrales Thema der ersten Sitzung des ver.di-Senioren-Ortsvereins Rinteln im neuen Jahr mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Perrey und ver.di-Sekretärin Angela Schultjahn.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

"Wie will es ein privater Betreiber denn besser machen?" fragte Schultjahn. "Indem er von weniger Personal mehr Arbeit abverlangt und Arbeitsabläufe drakonisch reglementiert?" Letztlich würde dadurch auch die Qualität und die stationäre Versorgung von und Bürgerinnen und Bürgern in Frage gestellt. Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Landkreises, so ergab die Diskussion, lehnen die ver.di-Senioren das Vorhaben des Landkreises ab. Solches Handeln stehe auch nicht im Einklang mit dem Bestreben der SPD, die medizinische Versorgung auch in der Fläche aufrecht zu erhalten. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung seien schließlich nicht nur die Kommunen zuständig, sondern auch Land und Bund seien gefordert. Vorgeschlagen wurde in der Gesprächsrunde, eine Bürgerinitiative gegen die Privatisierung der Krankenhäuser in Rinteln und Stadthagen ins Leben zu rufen. Unverständlich, so das Gremium, sei auch die Haltung der Kreispolitiker, die sich mit diesem Kurs letzten Endes selber abschaffen würden. Denn für die Regelung der Pflichtaufgaben des Landkreises brauche man keinen Kreistag mehr, höchstens eine Verwaltung.

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