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Ausschreibung zur mobilen Ausstattung der Hochzeitshaus-Terrasse bislang ohne Ergebnis

Bühnendach noch nicht unter Dach und Fach

Hameln (ni). Das hatte sich die Verwaltung offensichtlich einfacher vorgestellt als es jetzt gekommen ist. Über eine gesonderte Ausschreibung sollten Angebote für die Konstruktion einer mobilen Überdachung der Hochzeitshaus-Terrasse sowie für ebenso mobile Sitzgelegenheiten davor eingeholt werden. Die Ausschreibung ist erfolgt – mit den eingegangenen Angeboten scheint es Probleme zu geben.

veröffentlicht am 15.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Von der Ursprungsidee, auch die Hochzeitshaus-Terrasse in die Neugestaltung der Fußgängerzone mit einzubeziehen, hat sich die Stadt schon im November verabschiedet. Aus Kostengründen, wie Eckhard Koss erklärte, als er damals die neue Sparversion präsentierte. Danach bleibt die gesamte Konstruktion, wie sie ist: Stufen und Bühne erhalten lediglich einen neuen Belag aus Obernkirchener Sandstein. Und weil man den freien Raum zwischen Hochzeitshaus und Marktkirche – und damit die Wirkung dieses Ensembles historisch wertvoller Gebäude – nicht das ganze Jahr über mit einem feststehenden Bühnendach beeinträchtigen wollte, entschied man sich für die mobile Lösung: vorhanden, solange die Saison für Freilichtspiel und Rats dauert, verschwunden, nachdem sich die Akteure in die Winterpause verabschiedet haben. Gleiches sollte auch für die Sitzgelegenheiten rund um die Terrasse gelten.

Die sogenannte „funktionale Ausschreibung“ mit der Aufforderung, Angebote für Entwurf und Ausführung einzureichen, erfolgte. Bis zum 31. März konnten Interessenten ihre Unterlagen im Rathaus abgeben. „Drei oder vier Vorschläge“ lägen der Verwaltung vor, sagt Fachbereichsleiter Ralf Wilde. Mit weiteren Informationen tut er sich schwer. Wilde spricht davon, dass „dazu noch klärende Gespräche geführt“ werden müssten und geprüft werden müsse, „was für uns das Richtige ist“. Die Frage, ob die Vorschläge auch konkrete Entwürfe für Dach und Sitze beinhalten, beantwortet er eindeutig: „Dazu sage ich nichts.“ Und räumt ein, im Zusammenhang mit dieser Ausschreibung gebe es „eine schwierige Situation“. Er habe jedoch „die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es doch noch zu einer Lösung kommt“. Am 8. Mai werde die Verwaltung jedenfalls im Bauausschuss einen Vorschlag zum Thema Überdachung und Sitzgelegenheiten präsentieren – „wie immer der dann aussehen mag“, so Wilde.

Während Wilde noch darum bemüht ist, sich so unklar wie möglich auszudrücken, spricht man in den Reihen der Politik schon Klartext. Und der lautet: „Es hat zwar eine Ausschreibung gegeben, aber es ist kein einziges konkretes Angebot eingegangen.“ Über mögliche Gründe für das mangelnde Interesse an einen Auftrag der öffentlichen Hand wird spekuliert. Vielleicht, so heißt es, liegen die ja in der Ausschreibung selbst. Und speziell in der darin formulierten Erwartung, dass sich die Bewerber um den Auftrag verpflichten sollen, vier Jahre lang den Auf- und Abbau von Bühnenüberdachung und Sitzbänken zu übernehmen.

Bagger im Einsatz auf dem Lütjen Markt.  Foto: Dana
  • Bagger im Einsatz auf dem Lütjen Markt. Foto: Dana

„Als Option haben wir das mit ausgeschrieben“, bestätigt Wilde. Die Verwaltung habe eine Lösung angestrebt, die in der Umsetzung zunächst ohne den Einsatz von Mitarbeitern des städtischen Betriebshofes als Aufbau- und Räumkommando auskomme. „Ob wir das allerdings hinkriegen, weiß ich noch nicht“, so der Fachbereichsleiter weiter. Und erst wenn er es weiß, muss er sich Gedanken darüber machen, wie es nach den vier Jahren weitergehen soll. Die Alternativen: „Entweder mit dem Betriebshof oder indem wir eine Fremdfirma damit beauftragen.“

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