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Baumkataster ist vollendet / Stadt will Schäden vorbeugen

Bückeburgs 5913 Bäume sind 17,4 Millionen Euro Wert

Bückeburg (rc). 7000 Hektar stadteigenen Besitzes ist Christiane Matthäei abgelaufen, hat jedem Baum, der darauf wächst, eine Nummer gegeben und seinen Zustand in einem Steckbrief bewertet, diese fein säuberlich in ihren Laptop eingetragen und diese Daten samt des Standortes später im Büro der Verwaltung ins Geo-Informationssystem übertragen. Herausgekomm en ist dabei das Baumkataster der Stadt Bückeburg, ein landkreisweit einzigartiges Pilotprojekt, das andere Kommunen übernehmen sollen - wenn es sich bewährt.

veröffentlicht am 08.11.2008 um 00:00 Uhr

Gesplitterter Stamm nach Kyrill: Damit Bückeburg bei Schadensfäl

Nach der Erhebung der Forstwirtin und zertifizierten Baumkontrolleurin gibt es im Stadtgebiet exakt 5913 Bäume: 2805 in der Kernstadt, 1226 in Evesen und nur 99 in Achum. Die Hitliste führt der Ahorn an, von dem es 1000 in Bückeburg gibt, gefolgt von der Linde mit 800 Exemplaren und der Eiche mit 582 Exemplaren. Auch den Wert aller Bäume hat Christine Matthäei ermittelt: 17,74 Millionen Euro, wennman pro ausgewachsenen Baum 3000 Euro ansetzt. Auch das Alter der Bäume hat Matthäei ermittelt: fünf Prozent sind Neuanpflanzungen, 45 "jugendliche" Bäume und 42 Prozent in der Reifephase. Rund 4000 der Bäume sind vital und gesund, rund 1000 Bäume aber geschwächt und schlecht in Form, unter anderem auch die Kaiserlinden in der Fußgängerzone. Und hier setzt die Erstellung des Baumkatasters an, wie jetzt die Politik, unter anderem im Bau- und Umweltausschuss, erfuhr. Denn künftig soll anhand des Katasters ein Schnitt- und Pflegeplan erstellt werden. Zum einen, um die Bäume so vital wie möglich zu halten, zum anderen, um möglichst Schäden zu verhindern. Denn in Zeiten des Klimawandels und der Zunahme heftiger Stürme ist die Stadt als Besitzerin der Bäume gefordert. Sie muss dafür Sorge tragen, dass durch umgestürzte Bäume oder herabfallende Äste keine Menschen verletzt werden oder aber Sachschäden entstehen. Denn sollte sich herausstellen, dass die Bäume geschädigt und nicht gepflegt waren, zahlt die kommunale Versicherung nicht. Die Stadt hätte die Folgen selber zu tragen. Anhand des Katasters hat Matthäei daher bereits einen umfangreichen Pflegeplan erstellt. An 54 Prozent der Bäume muss derzeit nichts getan werden. Dort aber, wo Gefahr im Verzuge war, mussten die Männer des Bauhofs sofort tätig werden, wie etwa bei einer Platane auf dem Bahnhofsvorplatz, wo gespaltene Äste herausgeschnitten wurden. Oder aber bei dem Baum vor dem Justizgebäude, der im vergangenen Winter gefällt werden musste, weil er nicht mehr zu retten war. Die teilweise abgestorbenen Bäume am Unterwallweg werden demnächst gefällt und ersetzt. Das Problem: Es sind so viele Aufträge zu erledigen, dass der Bauhof nicht nachkommt. Damit es Bäumen künftig generell besser geht, gibt es einige Handlungsanweisungen. Geschnitten werden soll jetzt möglichst im Spätsommer, weil das die Bäume besser verkraften als den Herbst- oder Winterschnitt. Und bei Neuanpflanzungen muss unbedingt festgezurrt werden, dass die Pflanzbedingungen möglichst gut sind. Alles unter dem Motto: Nachhaltige Baumbewirtschaftung.



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