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"Umweltpädagogischen Ansatz für die Niederung nicht erkannt" / Verzicht auf Grünland-Umbruch gefordert

Bückeburger Grüne wundern sich über WIR-Aussage

Bückeburg. "WIR engagiert sich doch für bessere Bildungschancen im Landkreis Schaumburg. Im letzten Kommunalwahlkampf haben sie sogar - die politischen Gegebenheiten in Hannover ignorierend - eine Integrierte Gesamtschule für Bückeburg gefordert, und jetzt erkennen sie den umweltpädagogischen Ansatz nicht, der im geplanten ,Besucherleitsystem Bückeburger Niederung' steckt?" wundert sich Cornelia Laasch, die Fraktionsvorsitzende der Bückeburger Grünen.

veröffentlicht am 19.02.2007 um 00:00 Uhr

Im soeben verabschiedeten Haushalt fänden sich eine Vielzahl von Maßnahmen, die zum Klimaschutz beitragen: energetische Sanierungsmaßnahmen an Schuldächern, ein neuer Heizkessel für die Grundschule Meinsen und der von den Grünen beantragte Einstieg in das Projekt "fahrradfreundliche Kommune": "Jeder Bückeburger, der sein Auto stehen lässt, weil das Fahrradfahren in unserer Stadt Spaß macht, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz," erläutert die Grüne. Mit dem Bürgersolardach in Meinsen sie Bückeburg nach Rinteln die zweite Kommune im Landkreis Schaumburg, die ihren Bürgern den Zugang zu dieser umweltfreundlichen Technologie ermögliche. Bückeburg ist, was den Klimaschutz angeht, auf einem guten Weg, findet die grüne Ratsfraktion. Angesichts der um sich greifenden Euphorie für Biogasanlagen sei eine differenzierte Betrachtung dringend notwendig: es würden zunehmend Grünland- und Stilllegungsflächen in Maisäcker umgewandelt. Der Anbau in Monokulturen führe aber zu einer erhöhten Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie zu einem Verlust wertvoller Lebensräume. "Auch nachwachsende Rohstoffe müssen naturverträglich angebaut werden!" fordert die grüne Ratsfrau. Hierzu gehöre der Verzicht auf Gentechnik und Grünlandumbruch ebenso wie eine möglichst große Nutzungsvielfalt beim Anbau der Energiepflanzen. Energiesparen in allen Verbrauchsbereichen müsse Priorität haben. Jede Kommune brauche ein langfristiges Energienutzungskonzept; für den Landkreis müsse ein Energieproduktionsprogramm aufgestellt werden.

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