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Gemeindefest an der Stadtkirche steht im Zeichen eines Kirchenliedkomponisten

Bückeburger Christen beweisen aufs Neue ihren Sinn für gelebte Ökumene

Bückeburg (jp). In diesem Jahr jährt sich zum 400. Mal der Geburtstag des berühmten Theologen und Kirchenmusikers Paul Gerhardt, der im 17. Jahrhundert zahlreiche bekannte Kirchen- und Volkslieder komponierte und dessen künstlerisches Schaffen den Übergang zur barocken Lieddichtung markierte, die später von Johann Wolfgang von Goethe perfektioniert wurde. Daher standen Musik und Gesang in diesem Jahr auch im Mittelpunkt des Gemeindefestes, welches von einem Vorbereitungsteam des Gemeinde-Leben-Ausschusses, der Diakonie, der Pastoren und der Jugendgruppen vorbereitet worden war. Bei allerbesten Wetterbedingungen lockte die Veranstaltung wieder zahlreiche Besucher an die Stadtkirche.

veröffentlicht am 12.05.2007 um 00:00 Uhr

Landesbischof Jürgen Johannesdotter (l.) und Pfarrer Matthias Zi

Den Auftakt bildete ein Festgottesdienst, der von Pastor Ingo Röder und Pastorin Anne Riemenschneider in der Stadtkirche gehalten wurde. Mit einem Grußwort hieß Landesbischof Jürgen Johannesdotter die Besucher des Gemeindefestes an der Stadtkirche und rund um das Gemeindehaus willkommen. Musikalisch ging es nicht nur beim offenen Singen zu, sondern auch bei den Darbietungen der zahlreichen von Kantor Siebelt Meier geleiteten Chor- und Instrumentalgruppen der Stadtkirchengemeinde. Über das ganze musikalische Geschehen in und rund um das Gotteshaus informierte der "Verein zur Förderung der Kirchenmusik an der Stadtkirche Bückeburg". Der im Jahr 2004 gegründete und von Ursula Brinkmann geleitete Verein sieht sich als Interessengemeinschaft von Musizierenden, Förderern und Sponsoren und setzt sich dafür ein, dass auch in Zeiten knapperer öffentlicher Mittel ein vielfältiges, kulturell wertvolles Angebot an Kirchenmusik erhalten bleibt. Einen Sketch mit dem Thema "Das Bild" führte die Theatergruppe von Pastor Klaus Zastrow und Burkhard Fischer im Gemeindehaus sowie auf der Bühne vor der Stadtkirche auf. Bei einem Quiz mussten viele knifflige Fragen zu Paul Gerhardt beantwortet werden. Interessante Preise gab es bei einer Tombola der Jugendgruppe zu gewinnen, bei der außerdem Bilderrahmen gebastelt werden konnten. Für die jüngsten Besucher gab es Bastelangebote der Kindergärten und der Kindergottesdienstgruppe im Pfarrgarten. Ein vielfältiges kulinarisches Angebot hatten fleißige Gemeindemitglieder vorbereitet. Eine besondere Attraktion bildete die Möglichkeit, Bückeburg von der höchsten Balustrade der Stadtkirche in Augenschein nehmen zu können. Eine besondere Aufgabe übernahmen Alt-Kantor Edgar Räuschel und seine Frau Cordula, die sich in einer ausführlichen Betrachtung des Paul-Gerhardt-Liedes "Ist Gott für mich, so trete gleich alles wider mich" (Evangelisches Gesangbuch Nr. 361) widmeten. Einmal mehr bewiesen die Bückeburger Christen bei dem Gemeindefest ihren Sinn für gelebte Ökumene. Nicht nur zahlreiche Mitglieder der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien nutzten die Veranstaltung zu einem Spaziergang zur Stadtkirche. Auch Pfarrer Matthias Ziemens ließ sich zu einem langen, gemütlichen Plausch mit Landesbischof Jürgen Johannesdotter unter dem Sonnenzelt nieder.

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