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Schnelle Abendbahn bei Frauen-Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen

"Bückeburg on Ice": Der Titel geht zum zweiten Mal an "Fire on Ice"

Bückeburg (bus). Das Trio "Fire on Ice" hat bei der für reine Frauen-Teams ausgeschriebenen Stadtmeisterschaft im Eisstockschießen seinen Vorjahreserfolg wiederholt. Die diesmal in der Besetzung Anette Brisch, Jenny Frauenrath und Birgit Kunze (Kunze ging anstelle von Nicole Huth an den Start) antretenden Expertinnen dominierten den Wettkampf der insgesamt zwölf Mitbewerber verhältnismäßig eindeutig. "Das Turnier hat einen würdigen Sieger hervorgebracht", stellte Hauptorganisator Dieter Getzschmann fest.

veröffentlicht am 03.01.2008 um 00:00 Uhr

Die Eiswirte Harald Strüwe (l.) und Edgar Miller freuen sich mit

"Fire on Ice" hatte das Finale im Anschluss an die Vorrunde mit Siegenüber Schokola (14:8) und Knatenser Bouletten (13:8) erreicht; Endspielgegner VfL Tennis war gegen KC mit Bande (13:9) und Knatenser Mädels (17:11) erfolgreich gewesen. Im finalen Aufeinandertreffen um den Meistertitel ließen Brisch, Frauenrath und Kunze relativ rasch deutlich werden, dass sie über die beste Tagesform verfügten. "Bei uns ist die Luft ein wenig raus, der Schwung ist hin", hieß es aus den Reihen der schlussendlich 11:16 unterlegenen VfL-Tennisdamen. Die Finalisten hatten ebenso mit dem am Abend stets glatter werdenden Parkett zu kämpfen wie die um Platz drei spielenden Teams. Etliche Eisstöcke schossen über das Ziel hinaus. "Das liegt nur zum Teil an den mitunter durchaus kräftigen Staturen der Sportlerinnen", erläuterte Getzschmann. Das Phänomen "schnelle Abendbahn" sei bei "Bückeburg on Ice" des Öfteren zu beobachten. Was im so genannten kleinen Finale indes niemanden wirklich interessierte. Hier hatten Auslosung und Zwischenergebnisse Knatenser Bouletten (16:10 im Viertelfinale gegen Die Unberechenbaren) und Knatenser Mädels (13:11 gegen Lasso) aufeinander geführt. "Völlig unabhängig vom Spielausgang steht bereits im Vorfeld fest: Bronze geht nach Knatensen", meinte Anette Puttler, die mit den "Mädels" auf Punktejagd ging. Dass der letzte freie Treppchenplatz schließlich (13:9) von den "Bouletten" erobert wurde, tat der gemeinsamen Freude über das gute Gesamtabschneiden keinerlei Abbruch. Getzschmann war enttäuscht wegen des Ausbleibens von Männer-Meldungen. Die Veranstalter hatten in Absprache mit den Eiswirten Edgar Miller und Harald Strüwe den Herren der Schöpfung über eine Ausstattungssonderregelung - Netzstrümpfe, Stöckelschuhe und Blondhaar-Perücken - den Weg aufs Glatteis eröffnet. "Große Töne" habe er vor Meldeschluss scharenweise vernommen, sagte Getzschmann, "aber getraut hat sich keiner." Dabei wäre ein Kräftemessen zwischen ungestümer Männerwucht und weiblicher Filigrantechnik bestimmt von Reiz gewesen. Der Organisator: "Zumindest hätten die Jungs mitbekommen, dass die Mädels keineswegs, wie häufig geargwöhnt, mit speziellen Eisstöckeln, sondern mit handelsüblichen Eisstöcken um die Stadtmeisterschaft kämpfen."

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