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Ansturm auf die Rintelner Stadtbücherei / Viele Bücherspenden

Bücherflohmarkt ist immer wieder für eine Überraschung gut

Rinteln (mav). Vom klassischen Romanüber das Kinderbuch bis hin zum Sachbuch - auf dem Bücherflohmarkt in Rinteln hat es für jeden Lesegeschmack etwas Passendes gegeben: Sonntagnachmittag standen den Schnäppchenjägern die Türen der Rintelner Stadtbücherei offen.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Während Brigitte Wittkau (rechts) nach neuem Lesestoff stöbert,

"Unmittelbar nach der Eröffnung gab es einen großen Ansturm", berichtet Büchereileiterin Andrea Tuschke. Aber auch danach war der Raum, in dem etwa 1000 Bücher zum Verkauf angeboten wurden, ständig mit Lesebegeisterten gefüllt. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten ehrenamtliche Helfer, die Kaffee und Kuchen angeboten. Obwohl der große Bücherflohmarkt seit 2005 nicht mehr regelmäßig zweimal pro Jahr stattfindet, sondern stattdessen ein kleiner ständiger Flohmarkt in der Bücherei eingerichtet wurde, fand an diesem Wochenende ausnahmsweise doch noch einmal ein Bücherverkauf im großen Stil statt. "Wir haben so viele Spenden von Privatleuten bekommen, dass wir auf unserem Permanent-Flohmarkt gar nicht genug Platz dafür hatten", erklärt Andrea Tuschke. Bücherspenden seien zwar stets willkommen, dennoch ärgert sich die Leiterin über Bücherkisten, die einfach ohne Vermerk vor der Tür abgestellt werden, in denen häufig beschädigte Leseexemplare "entsorgt" werden sollen. "Wir achten darauf, dass die Werke in einem akzeptablen Zustand und nicht übermäßig alt sind", fährt sie fort. Zwar seien die Bücher hier günstig zu bekommen, dennoch stehe jedem für sein Geld etwas Vernünftiges zu. Die gestifteten Bücher bringen der Bücherei gleich doppelten Profit: Einerseits werden bereits vorhandene abgenutzte Ausleihexemplare ersetzt, andererseits kann die Bibliotheksleitung mit den Einnahmen neue Werke anschaffen. "Von unserem heutigen Erlös wollen wir Erst-Lesereihen für Leseanfänger anschaffen - und so kommt letztendlich das Geld ja auch unseren Kunden zu Gute", informiert Tuschke. Die Bücher, die jetzt nicht verkauft wurden, wandern schließlich in das Regal des Dauer-Flohmarktes, wo sie weiter auf einen neuen Besitzer warten. Am Abend zog Büchereileiterin Andrea Tuschke ein erstes Fazit: "Der Flohmarkt ist jedes Mal eine kleine Überraschungskiste - es wurden so viele außergewöhnliche Werke verkauft, das hätten wir vorher nie gedacht!"



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