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"Zeigt, dass wir eine Einrichtung sind, die genutzt wird" / Weniger Ausleihen, dafür viele Neuanmeldungen

Bücherei zählt 63 565 Besucher im letzten Jahr

Rinteln (clb). Das Jahr 2007 ist vorbei, das neue hat gerade begonnen - da ist es für die Stadtbücherei Rinteln an der Zeit, das vergangene "Lesejahr" Revue passieren zu lassen, Bilanz zu ziehen und zugleich allen Besuchern einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen und Aktionen für 2008 zu geben.

veröffentlicht am 08.02.2008 um 00:00 Uhr

Um Kindern das Zeitungslesen schmackhaft zu machen, hat die Stad

Zuerst die schlechte Nachricht: Im Vergleich zu 2006 ist die Gesamtzahl der Ausleihen leicht zurückgegangen. Wo es 2006 insgesamt 121 835 ausgeliehene Artikel waren (nicht nur Bücher und Zeitschriften, sondern auch DVDs, Videos, CDs und Hörbücher), lag die Zahl der Ausleihen im Jahr 2007 nur noch bei 121 403 - das sind 432 weniger als 2006. Den leichten Rückgang der Ausleihen kann sich Büchereileiterin Andrea Tuschke jedoch mit der Schließung vom 17. Dezember bis zum 9. Januar erklären: "In diesen drei Wochen hatten wir komplett geschlossen, um unsere Software neu umzustellen." So lasse sich auch die geringere Zahl der Öffnungsstunden erklären: 2006 hatte die Bücherei 1519 Stunden geöffnet, 2007 hingegen 1487 Stunden. Und jetzt die gute Nachricht: Insgesamt ist Andrea Tuschke sehr zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Jahres. Die Zahl der aktiven Leser ist um 53 und die der Neuanmeldungen um 12 gestiegen. Zu den Neuanmeldungen würden auch viele Grundschulkinder gehören, die sich jetzt eine eigene Karte besorgt hätten. "Aber unsere Hauptleser bleiben weiterhin Senioren, junge Mütter und Familien", ergänzt Andrea Tuschke. Auch Hörbücher, CDs, CD-ROMs und DVDs werden bei dem Stammpublikum der Bücherei - gerade bei älteren Besuchern - immer beliebter. Was Andrea Tuschke besonders freut, ist die enorme Besucherzahl: 63 565 Gäste haben im Jahr 2007 die Bücherei betreten, wie das neue Zählgerät zum Jahresende ermittelt hatte. Bei einer Bevölkerungsdichte von rund 28 000 Einwohnern bedeutet das immerhin, dass jeder Rintelner die Stadtbücherei etwa zweimal aufgesucht hat. Vergleichswerte zu den Vorjahren gebe es zwar nicht, jedoch zeige eine Zahl in einer solchen Größenordnung doch, dass "wir eine Einrichtung sind, die genutzt wird", schließt sie. Des Weiteren hat es im vergangenen Jahr 96 Leseveranstaltungen gegeben, darunter viele Vorlesestunden, Klassenführungen, Bücherflohmärkte und - nicht zu vergessen - die Aktionswoche anlässlich des 100. Geburtstages der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Auch wurde im vergangenen Jahr der Buchbestand für die Jugendlichen erweitert. Ein spezieller "Teen"-Aufkleber kennzeichnet nun die Bücher, die gerade für die etwas "lesefaulen" Jugendlichen ansprechend sein könnten: Sie sind in großer Schrift gedruckt, nicht zu dick und behandeln zielgruppengerechte Themen. Neu ist auch die vom Büchereiteam selbst zusammengestellte, vierseitige "Kinderzeitung", die wöchentlich neu erscheint und ebenfalls ausgeliehen werden kann. "Damit wollen wir auch Kinder an das Zeitungslesen heranführen", erklärt Andrea Tuschke den Hintergedanken des neuen Projekts. Doch auch in den kommenden Monaten sind wieder jede Menge Veranstaltungen für große und kleine Leseratten geplant. Jeden Donnerstag, jeweils von 15 bis 16 Uhr, finden Vorlesestunden für Kinder ab vier Jahren statt, bei denen die "Rintelner Lesefreunde" jedesmal eine neue spannende Lektüre aussuchen werden. Am Sonnabend, 1. März, wird Walter Schlame ab 19.30 Uhr Auszüge aus seinen beiden Büchern "Eigentlich sollte ich Gerhard heißen" und "Mein blauer Großvater" zum Besten geben. Karten für diese Lesung gibt es für 2,50 Euro im Vorverkauf bei der Stadtbücherei. Diese müssen am Veranstaltungstag bis spätestens 19.15 Uhr abgeholt werden.



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