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Digital-Kataster in Auftrag gegeben / Etwa 12 000 Euro Kosten erwartet

Buchholz will's wissen: Wo liegen die Kanäle für das Regenwasser?

Buchholz (tw). Die Gemeinde wird bei dem Stadthäger Ingenieurbüro Kirchner das Aufstellen eines - digitalen - Kanalkatasters für ihr Regenwasser in Auftrag geben. Den entsprechenden Beschluss haben die Bürgervertreter unter Regie von Hartmut Krause einstimmig gefasst. Ein Beispiel für den möglichen Nutzen dieses Katasters liefert Ulrich Völkel (SPD): "Gibt's auf der Stra ße einen Ölunfall, muss die Feuerwehr nur einen Blick ins Kataster werfen um zu wissen, wo die ,Brühe' wider rauskommt."

veröffentlicht am 11.09.2008 um 00:00 Uhr

Sämtliche Daten sollen in das Geoinformationssystem (GIS) der Samtgemeinde eingepflegt werden - was für Krause aber nur begrenzt Sinn macht: "Gibt es am Wochenende oder nach Feierabend einen Schaden, muss die Gemeinde Buchholz an alle relevanten Informationen heran kommen." Dazu gehörten auch solche über die Namen der Eigentümer der jeweiligen Flurstücke, welche gleichfalls mit dokumentiert werden sollen. Für das Projekt "Digitales Kanalkataster", das bereits unter dem früheren Bürgermeister Friedhelm Röbke angedacht gewesen sei, hat die Gemeinde 15 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Krause zufolge kostet allein die Neuaufnahme der 170 Schächte in der Gemeinde 5500 Euro; sie sollen - zusätzlich - auch noch auf Schäden untersucht werden, was weitere 1700 Euro verschlingt. Außerdem sollen die Einläufe der acht Straßen mit aufgenommen, soll aber auch die Einzellizenz einer "Kataster"-Software erworben werden; die entsprechende Anwenderschulung kostet nochmals. "Gleichwohl", sagt Krause, "rechne ich damit, dass wir nicht die ganzen 15 000 Euro brauchen werden, sondern mit 12 000 Euro auskommen." Konkret soll Kirchner das komplette Netz der Regenwasserkanäle in der Gemeinde zunächst begutachten, dann dokumentieren und anschließend in das bereits bestehende Kanalinformationssystem einpflegen. Durchaus erwünschter Nebeneffekt dabei: " Spätestens wenn auch in Buchholz die Doppelte Buchführung (Doppik) eingeführt wird, müssen wir unser Eigentum bewerten - dazu zählt auch das Kanalnetz für das Regenwasser", weiß der Bürgermeister. Für das Abwasser in der Gemeinde ist dagegen der Abwasserverband zuständig, der seine Kanäle bereits digitalisiert hat. Übrigens: Neben dem digitalen Regenwasser- und Abwasserkataster möchte die Gemeinde mittels der Software künftig auch Zugriff auf Infos über die Lage von Strom-, Gas- und Wasserleitungen haben - so sie die Stadtwerke denn zur Verfügung stellen. Ähnliches plane auch der Landkreis, der diese Informationen auf (s)einem zentralen Server in Stadthagen vorhalten und eines Tages allen Schaumburger Kommunen, die eine entsprechende Lizenz besitzen, "online" zur Verfügung stellen wolle.

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