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Hülshagen und Pollhagen: Bauarbeiten bis Anfang Oktober

Brücken halbseitig gesperrt - Kanalüberquerung wird erneuert

Hülshagen/Pollhagen (han). Wegen Reparaturarbeiten sind die beiden Kanalbrücken bei Hülshagen und Pollhagen seit Ende Juli halbseitig gesperrt. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang Oktober beendet sein. Bis dahin müssen sich Autofahrer in Geduld üben und an den Ampelanlagen Wartezeiten in Kauf nehmen.

veröffentlicht am 11.09.2008 um 00:00 Uhr

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Die nordwestlich von Hülshagen gelegene Kanalbrücke trägt die Kennziffer 162 und liegt an der Kreisstraße 27. Sie wird voraussichtlich bis Ende September gesperrt sein. Eine Firma aus Radebeul erneuert die Konstruktion, die die Brücke mit der Straße beziehungsweise dem sogenannten "Brückenwiderlager" verbindet. "Akute Gefahr besteht nicht, allerdings müssen die Schäden an der Konstruktion vorbeugend behoben werden", erklärt Axel Sohny vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Minden. Andernfalls könnten sich Blechstücke lösen und auf die Fahrbahn gelangen. Brückenübergänge halten rund 30 Jahre, sagt der Außenbezirksleiter der Behörde, zudem würden Brücken regelmäßig überprüft. Ziel der Bauarbeiten sei es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und zugleich die alte Bausubstanz auszunutzen. Die an der Landesstraße L 371 gelegene Kanalbrücke (Kennziffer 161) wird derzeit von einer Görlitzer Firma erneuert. Voraussichtlich Anfang Oktober sollen die Arbeiten beendet und die Straße auf beiden Seiten wieder befahrbar sein. Momentan müssen sich nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger und Radfahrer mit nur einer Straßenseite begnügen. Die Beschichtung der Rad- und Gehwege habe sich gelöst, sogar die darunter liegenden blanken Bleche seien hervorgetreten, erläutert Sohny. Um die Blechstücke vor Korrosion zu schützen, müsse die Beschichtung dringend erneuert werden. An den Enden der Brücke ist außer einer Straßenampel zusätzlich eine Ampelanlage für Fußgänger und Radfahrer installiert worden. Die Aufgabe der Ampeln an beiden Brücken sei zudem, die Geschwindigkeit der Autos zu drosseln, um die Baufachleute zu schützen. Dass sich die Bauarbeitenüber mehrere Monate hinziehen, sei nicht ungewöhnlich. Die Firmen lägen gut im Zeitplan. "Solche Baumaßnahmen beanspruchen Zeit", sagt der Baubevollmächtige für die beiden Brücken. "Die Arbeiten müssen sorgfältig und fachlich kompetent ausgeführt werden, schließlich werden die Brücken auch von 40-Tonnern befahren." Bislang habe sich noch keiner der Anwohner beschwert. "Es handelt sich nur um eine Verkehrsbehinderung, nicht um eine Vollsperrung." Zudem sei das Verkehrsaufkommen nicht sehr hoch. "Ich habe hier noch keine wartenden Autoschlangen gesehen." Die Brücke Nummer 161 liege allerdings in unmittelbarer Nähe des Pollhäger Hafens, der Umschlagplatz für Getreide sei. Zum Durchgangsverkehr komme noch der Abbiegeverkehr hinzu. Hier könne es durchaus zu Stauungen kommen. "Wenn langsame Traktoren den Übergang überqueren, kann es vorkommen, dass Autos trotz einer Grünphase die Brücke nicht passieren können", so Sohny.

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