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Hubei-Universität und Penzel-Akademie unterzeichnen Kooperationsvertrag / Köhls nun Honorar-Professor

Brücke von Heyen bis China geschlagen

Heyen. Seit gestern hat die Europäische Penzel-Akademie im beschaulichen knapp 500 Einwohner starken Heyen einen Kooperationsvertrag mit der Hubei-Universität in der Acht-Millionen-Metropole Wuhan in der Volksrepublik China. Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Presse und örtlichen Medizinerkreisen wurde der Vertrag in einer Feierstunde zwischen der Europäischen Penzel-Akademie und hochrangigen Vertretern des Hubei College für traditionelle Chinesische Medizin (TCM) im Gesundheitszentrum feierlich unterzeichnet. Die Europäische Penzel-Akademie ist damit zur ersten privaten akademischen Lehreinrichtung der Hubei TCM-Universität in Europa ernannt worden.

veröffentlicht am 20.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Bereits vor Jahren hatte Frau Professor Liu Jin, ehemalige ärztliche Leiterin der TCM-Abteilung des Bathildis-Krankenhauses Bad Pyrmont, den Kontakt zwischen ihrer Mutter-Universität in Wuhan und der mittlerweile in 24 Ländern der Welt vertretenen Penzel-Akademie hergestellt. Günter Köhls, Vorsitzender der Penzel-Akademie, hatte daraufhin im Herkunftsland der Akupunktur mehrfach Vorträge über die in Heyen von Akademiegründer Willy Penzel entwickelte Akupressur gehalten und große Demonstrationsbehandlungen vor Studenten und Ärzten aus zahlreichen Ländern durchgeführt. Diese TCM-Universität in Zentralchina ist, 1958 gegründet, eine der berühmtesten Einrichtungen innerhalb Chinas. Sie wurde vor rund zehn Jahren komplett auf einem riesigen Areal neu erbaut. Rund 2000 Medizin-Studenten aus aller Welt werden hier von ebenso vielen Dozenten unterrichtet.

Der gestern auf drei Jahre unterzeichnete Kooperationsvertrag zwischen der Penzel-Akademie und der Hubei-Universität soll „die Freundschaft zwischen beiden Staaten stärken und zur Förderung des TCM-kulturellen Austausches zwischen China und Deutschland beitragen“, so das Dokument. Außerdem sollen wissenschaftliche Forschung und ein akademischer Austausch gepflegt werden. Auch die Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Information und Publikation wurde vereinbart.

Weitere Ehrung und Anerkennung: Köhls bekam im Rahmen der Feierstunde eine Berufungsurkunde zum Honorar-Professor der Hubei-Universität aus den Händen von Professor Chen Changhong, Direktor des internationalen Büros der Hubei-Universität im Beisein von Professor Li Hanxin, Direktor für die internationalen Veröffentlichungen, im Auftrag des Präsidenten der Universität überreicht. Professor Chen Changhong begrüßte, dass sich in Deutschland bereits so viele Menschen für TCM interessieren und hofft, dass durch die neuen Kontakte nach Heyen die Popularität dieser Heilmethode außerhalb Chinas noch ausgebaut werden kann. Und damit der neue Professor Köhls dazu noch lange Zeit Energie hat, überreichte ihm Professor Li Hanxin eine Flasche chinesischen Ginseng-Schnaps.

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  • Freut sich über sein Gastgeschenk aus China: Günter Köhls mit einer Flasche Ginseng-Schnaps.
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  • Professor Chen Changhong und Günter Köhls unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Hintere Reihe (v. li.): Vorstandsmitglied Andreas Mühle, Professor Liu Jin, Dolmetscher Terry Cheng, Professor Li Hanxin und Karin Köhls.

Günter Köhls betonte, dass er diese Auszeichnung nicht auf sich persönlich beziehe, sondern sie posthum an seinen Lehrmeister Willy Penzel weiterreiche, dessen Arbeit damit gewürdigt würde. Außerdem gab er die Ehrung an sein Team weiter, das in 30-jähriger Arbeit das heute weltumspannende Institut zu dem gemacht habe, was es heute ist.

Professor Liu Jin, die das Organisationsteam von Bad Pyrmont aus leitet, freute sich, dass nun von Heyen bis Wuhan eine Brücke geschlagen wurde. Sie hofft, dass diese Brücke mit der Zeit immer breiter wird, weil sich immer mehr Europäer für TCM interessieren.

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