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Die Neuen im Rat: CDU-Ratsherr mit Einsatz für Familie und Jugend

Bruder meinte: "Mach doch mal!" - und Thorsten Niedert machte

Rannenberg (crs). "Ja, das hat mich schonüberrascht, sehr überrascht", lächelt Thorsten Niedert. Ein wenig unverhofft nämlich ist der 35-jährige Rannenberger zu seinem politischen Amt gekommen. Nach dem Rückzug des erfolglosen CDU-Bürgermeisterkandidaten Hartmut Kuhlmann rückt Niedert als parteiloser Kandidat auf der CDU-Liste zumersten Mal in den Gemeinderat Auetal ein.

veröffentlicht am 19.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Familie spielt die wichtigste Rolle im Leben von Ratsneuling

"Es ist mal was anderes", sagt Niedert zu seiner neuen Aufgabe. Von einer Kandidaturüberzeugt hatte ihn im Vorfeld der Kommunalwahl sein Bruder, der hatte gesagt: "Mach doch mal!" Und Thorsten Niedert machte. Auf Listenplatz 6 holte er 62 Stimmen, ein achtbares Ergebnis für einen Politik-Neuling. Für den direkten Einzug ins Kommunalparlament reichte das trotzdem nicht, erst durch Kuhlmanns Rückzug rückte Niedert nach. In Rannenberg ist Niedert aufgewachsen und groß geworden, hier lebt er noch heute. Ursprünglich lernte er mal Bäcker bei Scholz in Deckbergen, war später bei den Bäckereien Kölling in Uchtdorf und Helle in Apelern beschäftigt. Doch nach zehn Jahren zwang ihn seine Mehlstauballergie, sich beruflich ganz neu zu orientieren. Jetzt arbeitetNiedert als Groß- und Außenhandelskaufmann bei der Metro-Gruppe in Hannover. Ein minimaler Bezug zu Brot und Brötchen ist aber geblieben: "Jetzt verkaufe ich das Zeugs wenigstens..." Und wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, freut er sichüber die ländliche Idylle im beschaulichen Rannenberg. "In Hannover wohnen, das könnte ich nicht." Haus und Garten sind für ihn der Lebensmittelpunkt, neben der Familie natürlich. In der Politik engagieren will Niedert sich vor allem für Familien, Sport, Jugend und Schule. Das passt ja ganz gut: Tochter Michelle (5) wird nächstes Jahr eingeschult. In die CDU ist der Ratsneuling bislang nicht eingetreten. "Das habe ich irgendwie noch nicht geschafft", lächelt er. Aber das will er noch nachholen. Denn politisch nahe steht er der CDU schon lange: "Für eine andere Partei hätte ich das nicht gemacht."

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