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Alexander zu Schaumburg-Lippeübergibt Schlüssel an Mieter / "Projekt Probsthagen" plant Tagungsstätte und Ausflugsziel

"Bruchhof" bietet Arbeitsplätze für seelisch Kranke

Stadthagen (jl). Schlüsselübergabe für ein ehrgeiziges Sozialprojekt. Schauplatz dafür war die historische Keimzelle Stadthagens, der Bruchhof am südwestlichen Stadtrand. Die Akteure waren Hausherr Alexander zu Schaumburg-Lippe und, stellvertretend für dessen neue Mieter, Raimund Sichma sowie Susanne Egermann vom"Projekt Probsthagen". Der Verein will auf dem Bruchhof einen weiteren Baustein für die Betreuung seelisch Kranker etablieren, indem er dort 25 Arbeitsplätze für diesen Personenkreis schaffen will.

veröffentlicht am 01.09.2007 um 00:00 Uhr

Schlüsselübergabe an der Keimzelle Stadthagens: Fürst Alexander

Der Weg von psychisch Kranken vom Krankenhaus oder Wohnheim ins normale Leben ist schwer, sehr schwer. Das wissen die Verantwortlichen vom Verein Probsthagen aus vielen Jahren Erfahrung. Gefehlt hat bis jetzt ein Baustein:Arbeitsplätze, die seelisch Kranken in geschützter Umgebung Selbstvertrauen, Qualifikationen und Leistungsbereitschaft vermitteln. Und diese dürfen im Fall dieser Personengruppe auf Grund des Krankheitsbildes keine Fließbänder oder konventionelle Werkstätten sein, sondern so etwas, wie es die gemeinnützige Hof-Windheim GmbH für den Bruchhof anvisiert hat. Der Weg in das historische Gebäude hat etwas länger gedauert. Aus dem ursprünglich geplanten Kauf des Baudenkmals ist nun ein Mietvertrag für 25 Jahre geworden. Der Verkauf sei "aus streng wirtschaftlichen Gründen nicht möglich gewesen", merkte Alexander zu Schaumburg-Lippe nach der Schlüsselübergabe an. Nach seiner Einschätzung können beide Parteien "gut" mit der jetzigen Lösung leben. Der Vertrag regelt unter anderem, dass die neuen Mieter in Absprache mit dem Vermieter und der Denkmalbehörde das alte Herrenhaus samt Nebengebäude in den kommenden Jahren aufwändigst restaurieren werden. Finanziell arbeiten beide Parteien da Hand in Hand. Für die Planung ist der Soldorfer Spezialist Manfred Röver zuständig. In Gründung ist ein Förderverein, der sich laut Egermann ausschließlich um die Beschaffung von Fördergeld für die große Sanierung kümmern wird. Das Herrenhaus soll zur Tagungs- und Kulturstätte mit eigener Gastronomie werden. Im Anbau entsteht ein Café als neues Ausflugsziel. In den Obergeschossen sowie im Verwalterhaus sind fünf Appartements geplant, die sich Empfänger von Sozialhilfe leisten können. Die Arbeitsplätze für die psychisch Kranken werden die Gastronomie, das Veranstaltungsgeschäft, die Gebäudeinstandhaltung und das parkähnliche Gelände bieten. Anvisierter Starttermin ist Ostern 2008.



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