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Der Zwang beim Lebensmittelverkauf wurde in Hameln erst Mitte des 19. Jahrhunderts aufgehoben

Brot und Fleisch gab es nur in den Scharren

Erstmals werden um 1240 die Gilden der Bäcker (pistores) und Fleischer oder Knochenhauer (carnifices) erwähnt, die wie auch die Weber (textores) in der noch jungen Stadt die einzigen Handwerker waren, die sich mit Genehmigung der geistlichen Stadtherren schon in Gilden zusammenschließen durften. Erst nach dem vom neuen Stadtherren Albrecht von Braunschweig 1277 bestätigten Stadtprivileg konnten auch die anderen Handwerker sich in Gilden organisieren. Die Bäcker und Knochenhauer verkauften ihre Waren in Hameln wie auch in anderen Städten in Scharren. Die Scharren waren im deutschen Sprachgebrauch Bänke oder Tische zum Verkauf von Brot und Fleisch in Gebäuden oder Anbauten, die der Bäckergilde oder dem Knochenhaueramte gehörten und in denen jeder Bäckermeister oder Knochenhauermeister einen Stand oder eine „Bank“ hatte, an der er seine Waren verkaufte. Es herrschte Scharrenzwang. In einem Verzeichnis der Güter und Einkünfte der Kanoniker des Stiftes von 1311 bis 1324 wird erstmals von einer Fleischbank bei der Marktkirche berichtet.

veröffentlicht am 03.04.2009 um 23:00 Uhr

Der Bäckerscharren zwischen Rathaus und Hochzeitshaus. Aus Spanu

Autor:

Horst Knoke


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