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Mehr als 125 Jahre reicht die Familiengeschichte zurück / Bereits 1730 wird die Gaststätte als "Vosshütte" erwähnt

Brigitte und Hermann Fenkner seit 40 Jahren Wirtsleute

Bückeburg (bus). Brigitte und Hermann Fenkner haben jetzt das Kunststück fertig gebracht, in ihrer Traditionsgaststätte an der Wallstraße 6140 gemeinsame Gastronomiejahre auf die Reihe zu bekommen. "Das ist in einer Zeit, in der allenthalben Event- und Szenementalität vorzuherrschen scheint, eine wirklich bemerkenswerte Leistung", war während des Jubiläumsempfangs zu hören. Was viele nicht wissen: Die Leistung des seit 1963 verheirateten Ehepaares ist eingebettet in eine mehr als 125 Jahre zurückreichende Familiengeschichte. Unterlagen im Staatsarchiv weisen die Existenz des Gasthauses sogar bereits für das Jahr 1730 nach.

veröffentlicht am 07.02.2007 um 00:00 Uhr

Hereinspaziert: Gastwirt Hermann Fenkner setzt die Familientradi

Seinerzeit firmierte die Wirtschaft unter dem Namen "Vosshütte" (Fuchshütte). Diese Schänke übernahm anno 1879 Hermann Fenkners Urgroßvater Georg Wimmer. 1909, drei Jahre nachdem Großvater Hermann Fenkner und dessen Frau Martha, geborene Wimmer, die Regie übernommen hatten, erfolgte mit der Errichtung des großen Festsaales auf dem hinteren Grundstücksteil eine erste augenfällige Baumaßnahme. Im Anschluss an den Tod des Großvaters bewirtschaftete Martha Fenkner den Betrieb bis 1935 allein. In diesem Jahr wurden Georg und Auguste Fenkner die neuen Inhaber, die den Familienbesitz schließlich 1967 an die heutigen Betreiber weitergaben. Mit Ausnahme des Saalbaus war das Gasthaus bis dahin mehr als fünf Jahrzehnte lang größtenteils unverändert geblieben. Das änderte sich unter der Federführung der jungen Wirtsleute nahezu schlagartig. Noch im Jahr der Übernahme entstand die Kegelbahn. Ein erster Umbau ließ den Saal in neuem Glanz erstrahlen. Zwei Jahre darauf nahmen die Schützen im Obergeschoss des Gebäudes einen fünfbahnigen Luftgewehr-Schießstand in Betrieb. Außer den Jetenburger Schützen wählten auch die Mitglieder des Damenschießsportclubs "Diana" das Gasthaus zu ihrem Stammlokal. 1975 erhielt die zur Wallstraße gelegene Hausfront ein neues Gesicht. 1977 rückten dieHandwerker an, um im Saal die bis dahin existierende Bühne zu demontieren. Das Theater-Podium machte einem Thekenraum Platz. Am Jubiläumstag gaben sich die Freunde des Hauses die viel zitierte "Klinke" quasi im Minutenabstand in die Hand. Ebenfalls bemerkenswert: Unter den Festgästen weilten Vertreter der Brauerein Schaumburg, Härke und König. Was insofern außergewöhnlich ist, weil Bierbrauer die Kundschaft heutzutage gerne ein wenig "knebeln" - sprich: Mit Alleinlieferungsverträgen an sich zu binden versuchen. "Wir pflegen mit allen drei Firmen seit ewigen Zeiten besten Umgang", erläuterten die Gastronomieexperten. Fenkners kündigen für Sonntag, 25. Februar (Beginn um 11 Uhr), die nächste Attraktion an. An diesem Tag erlebt die 2006 erstmals organisierte "Grünkohl-Jazz"-Veranstaltung mit der "Apple Tart Jazz Companie" eine Neuauflage. Für Musik, vergnügungsvolle Stunden und "Grünkohl satt" nimmt das Ehepaar Anmeldungen unter der Telefonnummer (05722) 5366 entgegen. Platz ist an der Wallstraße nach Auskunft der Inhaber "für 1000 Gäste - ... so nach und nach ..."

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