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Heinz Grabbe kritisiert Innenminister Schünemann / Bessere Überwachung des Tempolimits gefordert

"Brauchen mehr Geld für die Autobahnwehren"

Bad Eilsen (sig). Dass sich das Land Niedersachsen nicht ausreichend darum kümmert, mit welchen Herausforderungen es die Feuerwehren beim Einsatz auf der Autobahn zu tun haben, ärgert den Kreistagsabgeordneten Heinz Grabbe sehr. Sein knallharter Vorwurf bei der Jahresversammlung der Bad Eilser Wehr: "Es ist eine Sauerei, dass das Land Niedersachsen von der Feuerschutzsteuer 25 Prozent einbehält."

veröffentlicht am 08.02.2008 um 00:00 Uhr

Heinz Grabbe

Die Einsätze auf der stark überlasteten Autobahn A2 nehmen immer mehr zu und stellen immer höhere Anforderungen an die technische und personelle Ausstattung der heimischen Feuerwehren. Grabbe legt nach: "Das haben offensichtlich die Damen und Herren in Hannover und in Berlin nicht kapiert." Die Reaktion des Ahnser Bürgermeisters bezieht sich auf ein Schreiben des Niedersächsischen Innenministers Schünemann, dass die Wehren für die Einsätze auf der Autobahn gut ausgestattet seien und eine zusätzliche finanzielle Unterstützung nicht in Frage komme. Grabbe stellt auf Anfrage unserer Zeitung klar, dass Niedersachsen von der Feuerschutzsteuer, die Hausbesitzer mit ihren Feuerversicherungen entrichten, zwar 75 Prozent an die Landkreise weiterreiche, aber die restlichen 25 Prozent würde die Regierung für zentrale Aufwendungen des Feuerschutzes auf Landesebene behalten. Grabbe vertritt die Auffassung, dass diese Ausgaben durchaus aus dem laufenden Haushalt gedeckt werden könnten. Die Kommunen hätten große Probleme, ihre Wehren so auszustatten, dass sie den wachsenden Anforderungen auf der Autobahn gerecht werden. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann nahm dieses Thema auf. Auch er unterstützt die Forderung nach mehr finanzieller Förderung für die Wehren. Sein Diskussionsvorschlag: "Wir können uns auch vorstellen, dass Mittel aus der Kraftfahrzeugsteuer dafür verwendet werden." Zu dem unfallträchtigen Autobahnabschnitt zwischen der Landesgrenze und Bad Nenndorf erklärte er: "Hier helfen Tempolimits und Überholverbote nichts, wenn die notwendige Überwachung fehlt." Lob zollte er der Samtgemeinde Eilsen, die für eine gute Ausstattung ihrer Ortswehren sorge. Im Hinblick auf das generelle Nachwuchsproblem für die Aktivenzüge empfahl Kuhlmann, dass man sich vermehrt um die Gründung einer Kinderwehr bemühen sollte. 26 solcher Gruppen gibt es auf Kreisebene bereits. Zwei wichtige Personalien wurden bei der Jahresversammlung im "Haus des Gastes" geklärt. Sowohl Ortsbrandmeister Andreas Mohr als auch sein Stellvertreter Thorsten Everding wurden im Amt bestätigt.

Andreas Mohr
  • Andreas Mohr
Th. Everding
  • Th. Everding


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