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Ursache für "Lindenkrug"-Brand noch unklar / Lagerte Heu auf dem Dachboden?

Brandstelle in Engern abgesperrt: Betreten der Ruine lebensgefährlich

Engern (wm). Nach wie vor ist die Ursache des Feuers im ehemaligen Hotel "Lindenkrug" in Engern (wir berichteten) unklar. Einer der Gründe dafür ist auch, dass es zurzeit lebensgefährlich wäre, das Haus zu betreten, berichtete gestern auf Anfrage Manfred Rost, Brandexperte beim Kriminalermittlungsdienst im Polizeikommissariat Rinteln.

veröffentlicht am 26.03.2007 um 00:00 Uhr

Enkel Timo, 12, mit dem achtjährigen Schäferhundmischling "Enzo"

Die Polizei wie Gutachter Bernhard Cortnum aus Gronau, der gestern ebenfalls die Brandstelle besichtigt hat, wollen erst abwarten, bis das Haus und vor allem die mit Löschwasser vollgesogenen Lehmdecken wieder abgetrocknet sind. Dann erst könne man wagen, die Brandruine zu betreten. Feuerwehrleute aus Engern hatten sich gewundert, warum in Minutenschnelle der komplette Dachstuhl des ehemaligen Hotels ein Flammenmeer gewesen ist, obwohl Zeugen zunächst nur einen Feuerschein am Kamin gesehen hatten. Zumindest dieses Phänomen scheint geklärt: Auf dem Dachboden sollen große Mengen Heu gelagert gewesen sein. Ob das Haus noch zu retten ist oder komplett abgerissen werden muss, dazu wollte sich Bau-Ingenieur Cortnum nicht äußern. Das Eigentümer-Ehepaar hatte in der Brandnacht kein Inventar aus dem Hotel retten können, schilderte gestern die Tochter. Weil am Freitagmorgen noch Rauchüber der Brandstelle aufgestiegen ist, rückte nochmals die Feuerwehr aus, die Straße wurde zeitweise komplett gesperrt. Jetzt ist rund um das Hotel ein Gitterzaun aufgestellt, die Straße kann halbseitig befahren werden. Nachzutragen wäre noch, dass auch die Feuerwehren aus Westendorf und Uchtdorf in der Brandnacht mit im Einsatz gewesen sind.

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