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Polizeichefs reagieren auf anonymes Schreiben / Verfasser Besitzer von Ställen und Scheunen

Brandserie: Bürger äußern große Ängste

Stadthagen (ssr). 24 besorgte Bürger der Ortschaften an der Bergkette haben gestern in einem anonymen Schreiben an Polizei und Stadt ihre Ängste wegen der jüngsten vier Brände zwischen Lindhorst und Reinsen geäußert. Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, zeigte Verständnis für diese Sorgen,versicherte aber, es werde "alles Nötige getan, um die Ermittlungen voranzutreiben".

veröffentlicht am 19.01.2008 um 00:00 Uhr

Die Briefeschreiber, die sämtlich Besitzer von Ställen oder Scheunen sind, bekunden ihre "Ängste wegen der Brandstiftungen". Gerade "ältere Bewohner können nachts nicht mehr ruhig schlafen", heißt es in dem Schreiben. In der Bevölkerung bestehe der Eindruck, "dass die Brände lediglich polizeilich verwaltet werden". Die Autoren bitten die Polizei dringend, alle Möglichkeiten der Ermittlung und Präsenz auszuschöpfen. Hier stellt der Brief einen Zusammenhang mit "randalierenden Jugendlichen im Bereich Reinsen/Heuerßen" her. Inspektionschef Kreykenbohm sagte auf Anfrage, es handele sich zwar um eine "auffällige Häufung" von Bränden. Auch sei Brandstiftung in einzelnen der Fälle nicht auszuschließen. Aber: "Im Moment gehen wir eher davon aus, dass es sich nicht um eine Serie handelt." Vehement trat Kreykenbohm dem Eindruck entgegen, die Polizei sei zu passiv. Es werde "alles Nötige getan, aufzuklären und weitere Brände zu verhindern". Beim Stadthäger Polizeikommissariat seien die Ermittlungen bestens aufgehoben, "weil es dort besonders erfahrene Brandermittler mit hervorragenden Orts- und Milieukenntissen gibt". Matthias Schröder, Leiter des hiesigen Polizeikommissariats, fügte hinzu, ein Spezialteam "ermittelt in alle Richtungen". Es würden auch verstärkt "offene und verdeckte Streifen" gefahren. Eine massenhafte Polizeipräsenz wäre aber nicht zielführend, sagte er. Einen Zusammenhang der Brände mit im Brief angesprochenen randalierenden Jugendlichen "können wir ausschließen", betonte der Polizeichef. Zwar habe es eine solche Gruppe dort vor einem Jahr gegeben, heute aber nicht mehr. Auch der Reinser Ortsvorsteher Erich Lockemann - ebenfalls Adressat des Briefes - hält den Hinweis auf die Jugendlichen für unzutreffend. Für die Ängste der Bewohner zeigte er genauso Verständnis wie der Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann. Der Polizei sicherte er Unterstützung der Stadt zu. Das Schreiben war auch im Briefkasten des Heuerßer Pastors Rainer Dieckmann gelandet. Dieser sieht ihn als "Hilferuf aus tiefen Ängsten". Er stehe als Seelsorger für vertrauliche Gespräche zur Verfügung.



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