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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bückeburg-Stadt / 176 Einsätze in einem Jahr / Nachwuchsförderung dringender denn je

Brandschützer werden bis an die Belastungsgrenze gefordert

Bückeburg (jp). Das abgelaufene Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Bückeburg-Stadt so stark gefordert wie schon lange nicht mehr. Auf der Jahresversammlung in der Gaststätte Fenkner bilanzierte Ortsbrandmeister Nils-Oliver Koß satte 79 Brandeinsätze und 97 technische Hilfeleistungen. Das Jahr begann schweißtreibend am Neujahrstag mit dem Großbrand eines Düngemittellagers in Krankenhagen und endete zwei Tage vor Silvester mit einem qualmenden Pkw auf der Bundesstraße 65.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Nils-Oliver Koß

Dazwischen gab es kaum eine Gelegenheit zum Atemholen: Das Frühjahr bescherte den Blauröcken das Sturmtief Kyrill mit einer Vielzahl technischer Hilfeleistungen. Besonders tief ins Gedächtnis eingebrannt hat sich sicherlich der 29. November: An diesem Tag, an dem die Feuerwehr bereits durch den Weihnachtszauber auf dem Schloss personell gefordert war und außerdem die offizielle Amtsübergabe von Stadtbrandmeister Johannes Malsch an seinen Nachfolger Dirk Hahne feiern wollte, brannten an der Georgstraße ein Dachstuhl, in Stadthagen eine Wohnung sowie die Toilette hinter der Kirche. Zudem kam es im Bauerngut-Fleischwerk zu einem schweren Unfall mit ausgelaufener Salzsäure. Schlimmsten nervlichen Belastungen waren die Feuerwehrleute auch beim Wohnungsbrand Anfang Dezember an der Jetenburger Straße ausgesetzt, als eine Hausbewohnerin nur noch tot geborgen werden konnte. Hinzu kamen Einsätze der Feuerwehr Bückeburg bei der Fürstenhochzeit im Juni sowie Anfang Oktober bei der Hochwasserkatastrophe im Landkreis Hildesheim. "Sie sind in diesem Jahr bis weitüber die Grenzen dessen belastet worden, was man eigentlich von ehrenamtlich Tätigen erwarten kann", erklärte der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann. Und eine Änderung diese Situation sei nicht in Sicht: "Auf Grund der Klimaveränderung werden wir in Zukunft noch mit weitaus mehr Großschadensfällen rechnen müssen." Dabei werde es immer problematischer, aktiven Nachwuchs für die Feuerwehren zu gewinnen, erklärte Kuhlmann. Die Feuerwehren des Landkreises Schaumburger seien daher vorbildlich in ihren Bemühungen, den Jugendwehren als Vorstufe Kindergruppen vorzuschalten. Bürgermeister Reiner Brombach unterstrich in seinem Grußwort die Zusage der Stadt Bückeburg, die Feuerwehren auch zukünftig mit allem Notwendigen für die Einsatzfähigkeit auszurüsten. Außerdem werde der Landkreis in Kürze die niedersächsische Ehrenamtskarte als Anerkennung für ehrenamtlich geleistete Arbeit eingeführen. Weiterer Bericht in unserem Vereinsmagazin.

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