weather-image
10°
Rodenberg will abgebranntes Restaurant kaufen / Pendler sollen Auto- und Fahrradstellplätze bekommen

Brandruine "Grüner Baum": Stadt plant Kahlschlag

Rodenberg (bab). Das ehemalige Lokal "Grüner Baum" wird abgerissen. Die Stadt hat sich entschlossen, das Grundstück samt Brandruine zu kaufen. Im Verwaltungsausschuss wurde zugestimmt. Künftig soll das Gelände Pendlern zur Verfügung gestellt werden, um dort Autos und Fahrräder abzustellen.

veröffentlicht am 09.11.2007 um 00:00 Uhr

Der ehemalige "Grüne Baum", soll verschwinden. Foto: bab

Seit der Brandstiftung im Sommer 2003 hat die Immobilie als Ruine an der nördlichen Einfahrt zur Deisterstadt gestanden. Zum Leidwesen von Politik und Verwaltung, die das nie wieder aufgebaute Restaurant bereits als Schandfleck für die Stadt bezeichnet haben. Der Besitzer wollte das Gelände zwar verkaufen, der Preis war der Stadt jedoch zu hoch. "Jetzt haben wir verhandelt, weil es uns ein Dorn im Auge war", sagt Stadtdirektor Uwe Heilmann. Die Gespräche haben offensichtlich einen annehmbaren Kaufpreis erbracht. "Der Eigentümer ist uns entgegen gekommen", so Heilmann. Über die Kosten schweigt er sich allerdings aus. Der Preis liege am Richtwert abzüglich der Abrisskosten für das Gebäude, verrät er. Auf den rund 1900 Quadratmetern will die Stadt Parkflächen anlegen und Fahrradständer aufstellen, die von Pendlern genutzt werden sollen. Der Schnellbus hält wie andere Busse ebenfalls am dortigen Ortsausgang. Ein Teil der Fläche soll zudem begrünt werden. Heilmann: "Wir haben auch vor, dort Garagen hinzustellen." Mit der Vermietung von Garagen hat die Verwaltung bereits in Lauenau gute Erfahrungen gemacht. Heilmann hält das nicht nur für ein einträglich, sondern sieht auch den Bedarf bei den Bürgern. Eine andere Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Restaurants hält Heilmann nicht für sinnvoll, da der Bereich im Hochwassergebiet liegt. "Wir haben zwar viel in den Hochwasserschutz an der Stelle investiert, wir haben aber keine Garantie, dass es dadurch hochwasserfrei ist", begründet er. "Wichtig ist uns, dass dieser hässliche Fleck wegkommt." Die Stadt wolle ohnehin die Einfahrt in die Stadt neu ordnen und die Allee aufwerten. "Es freut uns, dass Einsicht eingekehrt ist", sagt Heilmann zur Bereitschaft des Besitzers, den Preis zu senken. Der Grieche, der dort das Restaurant "Palast" betrieb, wollte vor drei Jahren für das Grundstück noch für 185 000 Euro haben. Die Verwaltung nannte damals den Preis "utopisch" und hielt es für sinnvoll, zu warten. Offenbar hat sich die Strategie nun ausgezahlt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt