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Rintelner Werk wird 2008 geschlossen

Braas macht dicht: 36 Jobs gehen verloren

Rinteln (wer). Hiobsbotschaft für den Industriestandort Rinteln: Nach fast 50 Jahren schließt der Dachsteine-Hersteller Braas seine Pforten. Die Geschäftsleitung der Lafarge Dachsysteme in Ober-ursel kündigte gestern Nachmittag an, das Rintelner Werk Ende Februar 2008 stillzulegen. 36 Arbeitsplätze sind von der Schließung betroffen.

veröffentlicht am 20.10.2007 um 00:00 Uhr

Als Grund nennt das Unternehmen die Negativ-Entwicklung auf dem Bedachungsmarkt, der in diesem Jahr stärker schrumpfe als erwartet. Gegenüber 2006 sei das Marktvolumen um 12 bis 15 Millionen Quadratmeter zurückgegangen. Auch in den nächsten Jahren sei von einem sehr niedrigen Stand des Bauvolumens auszugehen, heißt es in der Presseerklärung. Aus "wirtschaftlichen Gründen" habe sich die Geschäftsleitung deshalb entschlossen, das Werk in Rinteln zu schließen und die Produktionsmengen in die benachbarten Standorte zu verlagern. Ende Februar soll der letzte Dachstein das Werk an der "Braasstraße" verlassen. Die Logistikfunktionen würden noch so lange aufrecht erhalten, bis das neue Lager für Dachsteine in Petershagen aufgebaut sei. Im Klartext: Rinteln wird nicht mal mehr als Lagerstandort weitergeführt. Auch das Verkaufsbüro wird geschlossen: Schon zum 1. Februar soll es nach Petershagen verlegt werden. Bundesweit sind drei Lafarge-Werke vom Kapazitätsabbau betroffen, neben Rinteln auch Hoppegarten und Idstedt. Die beiden letzten Werke sollen indes in Lagerstandorte umgewandelt werden. Einige der betroffenen 36 Mitarbeiter sollen das Angebot erhalten, an andere Lafarge-Standorte zu wechseln. Für die übrigen Beschäftigten soll ein Interessenausgleich verhandelt werden. Seite 9

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