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Schülergruppen gestalten Comedy-Abend / Programm voller Dynamik

Boygroup und Bombe im Fahrstuhl: Im Adolfinum ist Lachen angesagt

Bückeburg. Allen Grund zum Lachen hatten die Besucher beim Comedy-Abend zweier Schülergruppen des Gymnasiums Adolfinum. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Rainer Pommerening stellten die Zehn- und Zwölfklässler ein vielseitiges Programm, bestehend aus dem Theater Stück "Isch will des net - Liebe und andere Bomben" und der Playback Show "Augen zu und durch", auf die Beine.

veröffentlicht am 29.06.2006 um 00:00 Uhr

Comedy - Spaß auf der Adolfinum-Bühne.

Bevor die Schüler dem Publikum ihre Projekte präsentierten, begab sich Rainer Pommerening auf die Bühne. Im Stil des Komikers Rüdiger Hoffmann trug der Lehrer einen kleinen Sketch vor, "um mit den Zuschauern schon einmal das Lachen zu üben". Anschließend wagten sich die 19 jungen Schauspielerinnen des Wahlpflichtkurses Darstellendes Spiel aufs Parkett. Ihr Stück erzählte die Geschichte der hysterischen Fräulein Mösebrecht mit ostdeutschem Akzent, die sich unsterblich in einen jungen Mann namens Rodriguez verliebt hat. Dummerweise ist dieser Terrorist und mit dem Legen von Bomben beschäftigt, worunter die Beziehung zu seiner Freundin leidet. Diese entschließt sich, eine Therapie zu beginnen, da sie bei ihren Freunden kein offenes Ohr für ihre Beziehungsprobleme findet. Das von vielen Zeit- und Ortsprüngen geprägte Stück entwickelt sich dramatisch, als Rodriguez in einem Fahrstuhl eines Kaufhauses, welches er mit einer Bombe in die Luft sprengen will, mit zwei nervtötenden Passanten festsitzt. Währenddessen sind die Freunde von Fräulein Mösebrecht mit ganz anderen Probleme beschäftigt: So verliert ein Fahrlehrer die Nerven, weil seine Fahrschülerin sich als hoffnungslos unfähig entpuppt, und die Chefin einer Casting-Agentur verzweifelt an unbegabten Bewerbern. Im Laufe der Zeit kommen sich Fräulein Mösebrecht und ihr Therapeut näher, doch die neu entflammte Liebe ist nicht von Dauer, da Rodriguez Wind davon bekommt und beide kaltblütig erschießt. Die Bombe im Fahrstuhl entpuppt sich am Ende als bloße "Stimmungsbombe" und so findet das nicht zu ernst zu nehmende Theaterstück ein Ende, das dem Zuschauer die Intention des Verfassers, Rainer Pommerening selbst, klarmacht: "Ohne tieferen Sinn und Zweck Spaß zu haben". Im Anschluss an das humoristische Spektakel stellte der Kurs des Jahrgang 12 seine Playback-Show "Augen zu und durch" vor. Mit Elan und Witz gelang des den angehenden Abiturienten ihr Publikum zum Lachen zu bringen, indem sie bekannte Musikstücke vom "Phantom der Oper", über die "Blues Brothers" bis hin zu "Cherry Cherry Lady", von Thomas Anders und Dieter Bohneauf die Schippe nahmen. Die etwa 30 Sekunden dauernden Beiträge übertrafen sich gegenseitig an Humor und den Höhepunkt bildete ohne Zweifel das Männer-Quintett, das in bekannter Boygroup-Manier die Mädchenherzen höher schlagen ließ. Das ganze Programm lebe von seiner Dynamik, berichtet Pommerening. "Die letzteÄnderung haben wir nur zehn Minuten vor Beginn der Vorstellung durchgeführt". Des weiteren seien die Beträge nur viereinhalb Wochen geprobt worden, berichtet er stolz.

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