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Fanfarenklänge kündigen Sieger in Buchholz an / Bürgermeisterteam holt den Wanderpokal

Bouleturnier bekommt Volksfestcharakter

Buchholz (sig). Dass die Buchholzer feiern können, hat sich längst herumgesprochen. Beispiele: das Schützenfest, das Floriansfest und das Osterfeuer. Jetzt kommt dazu auch noch das Bouleturnier auf dem Spielplatz vor dem Schützenhaus. Das hat am vergangenen Sonnabend Volksfestcharakter angenommen. Und das besonders Erfreuliche daran ist:Alle Vereine und anderen Gemeinschaften sind dem Ruf des Gemeinderates gefolgt.

veröffentlicht am 02.06.2008 um 00:00 Uhr

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Jetzt ist klar: Auch in Buchholz grassiert das Boulefieber. Das Spiel mit denüberwiegend silbernen Metallkugeln hat einen großen Vorteil: Es ist an kein bestimmtes Lebensalter gebunden. Die Jüngsten können sich daran ebenso beteiligen wie die Senioren. Es müssen deshalb keine Altersklassen eingeführt werden, und es ist auch keine Trennung der Geschlechter erforderlich. Übrigens: Die beste Frauenmannschaft hat unter 24 Mannschaften immerhin den fünften Platz erreicht. Bürgermeister Hartmut Krause zeigte seiner Gemeinde, dass er auch auf diesem Feld einiges zu bieten hat. Sein Problem war eher die Frage: Für wen sollte er an den Start gehen? Für seine Wählergemeinschaft, für die Feuerwehr, für die Schützen oder für ein Nachbarschaftsteam? Er entschied sichunerwartet für die Sterbekasse und machte damit sogar noch Werbung für die mit 330 Mitgliedern stärkste Gemeinschaft des Ortes. Passend dazu trugen er und seine Teamkameraden ein schwarzes T-Shirt mit einem weiß umrandeten schwarzen Kreuz. Die Leistungen und der Ehrgeiz dieses Teams hatte jedoch nichts mit der Planung für das letzte Stündlein zu tun. Der Respekt der anderen Mannschaften schien so groß zu sein, dass niemand der Sterbekasse nach ihrem zunächst miserablen Start gegen den Vorjahressieger, die Schützengilde I (1:9!), bis zum Finale einen Stein (besser: eine Kugel) in den Weg legte. Im Viertelfinale bliebenüberraschend die favorisierten Schützenteams auf der Strecke. Die "Zweite" unterlag dem Team "Vier gewinnt" knapp mit 3:4 nach Verlängerung und die "Erste" sogar 4:8 den "Nebenboulern". Die Sozialdemokraten, mit ihrem roten Outfit nicht zu übersehen, hatten Mühe, die starke Damenmannschaft "Die rote Zora" mit 7:6 aus dem Weg zu räumen. Im Halbfinale musste die SPD dann aber gegen dasÜberraschungsteam "Vier gewinnt" mit 4:13 die Segel streichen. Die Sterbekasse kämpfte im Viertelfinale die "Reichelt Brothers" 5:3 nieder und steigerte sich dann im Halbfinale zu einem deutlichen 13:3 gegen die "Nebenbouler", die anschließend im Spiel um den dritten Platz auch noch der SPD 7:13unterlagen. Im Finale musste sich die Sterbekasse mächtig ins Zeug legen, um der spielstarken Konkurrenz von "Vier gewinnt" zu zeigen, dass ihr Name zwar Erfolg verspricht, aber eben nicht immer garantiert. 13:11 hieß es am Ende einer spannenden Auseinandersetzung für Bürgermeister Hartmut Krause, Volker Spiller und Frank Wolf. Damit ging der Wanderpokal der Gemeinde an die Sterbekasse. Mit leeren Händen beendete aber kein Team das Turnier. Es gab weitere Pokale, dazu Präsente und Verzehrgutscheine. Besonders ausgezeichnet wurden als jüngste Mannschaft "Die Crazy Girls", die immerhin den 18. Platz von insgesamt 24 Teams erreichten. Gespielt wurdeüber acht Stunden, bis Fanfarenklänge die Siegerehrung ankündigten. Essen und Trinken gab es reichlich und - was auch die Zuschauer erfreute - genügend Sitzplätze. Die Träger dieses Turniers (Gemeinderat, Wählergemeinschaft, SPD, Schützengilde und Feuerwehr) haben vorbildliche Arbeit geleistet. Ein Zusatz muss erlaubt sein: Bei diesen Leistungen ist es nur schwer verständlich, dass keine einzige Buchholzer Mannschaft an der Samtgemeinde-Meisterschaft teilnimmt.

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