weather-image
25°
Größter Schaumburger Bouleverein kritisiert Stadt und KurT / Mannschaft in Regionalliga / Zustrom aus Rodenberg führt zu Engpässen

Boulefreunde: Frustüber mangelnde Unterstützung in Bad Nenndorf

Bad Nenndorf (tes). Boule boomt: Längst hat sich Bad Nenndorf zum Zentrum des Boule-Sports entwickelt. "Die steigenden Mitgliederzahlen auf aktuell 59 sprechen eine deutliche Sprache", freute sich Rainer Gärtner, Vorsitzender der Boulefreunde. "Wir sind mit Abstand der größte Bouleverein in Schaumburg". Nicht zuletzt durch regen Zulauf aus Rodenberg, weil dort Spielmöglichkeiten fehlen. Viele Spieler, viele Anliegen: Dementsprechend turbulent verlief die Jahresversammlung im Vereinsheim.

veröffentlicht am 29.01.2008 um 00:00 Uhr

Der Frust ist groß bei den Boulefreunden. Sie wünschen sich mehr Unterstützung seitens der Stadt und der Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT). So wurde der beantragte Zuschuss zur seit Jahren gewünschten Beleuchtung für die Bouleanlage in den Haushaltsplanberatungen vorerst abgelehnt. Stadtdirektor Bernd Reese teilte schriftlich mit, diese Maßnahme ließe sich nur im Rahmen der Umgestaltung des Kurparks frühestens 2009 realisieren. Unbeantwortet blieb vorerst auch die Frage nach einem Unterstand für die Bouler. Zudem sollte der mittlere Platz in der Mitte der Bouleanlage bereits im Herbst komplett erneuert sein. Erst jetzt liegt dem Vorsitzenden eine Zusage von KurT-Chefgärtner Andreas Knorr vor, nach der die Arbeiten im März starten sollen. Generell ist das Verhältnis zu Stadt und KurT angespannt. "Unsere Anträge werden von Silke Busche regelmäßig abgelehnt", bedauerte Gärtner die schlechte Kommunikation mit der Geschäftsführerin der KurT. "Wir spielen in der Regionalliga, machen Nenndorf zum Ausflugsziel und sind doch für KurT nur ein Anhängsel", forderten die Mitglieder lautstark eine Lobby für Bouler. Gärtner beschwichtigte die Gemüter und wünschte sich mehr Kooperationsbereitschaft bei KurT und Stadt. Im Jahr 2007 hat der ehemalige zweite Vorsitzende Egon Berkensträter den Verein verlassen. Dieser war nach internen Querelen zurückgetreten. Im Rahmen der Vorstandswahlen übernahm Herbert Kruppa dessen Funktion.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare