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80 000 Euro im Jahr: Land Niedersachsen zahlt Miete bis 2013 / Hoffnung Zukunftswerkstatt

Bornemann-Gebäude: Warten oder handeln?

Obernkirchen (rnk). Den ganzen Bereich neu gestalten und die sicheren Einnahmen verlieren? Oder weiter Miete kassieren und erst tätig werden, wenn der Vertrag ausgelaufen ist? Das sind die zentralen Fragen rund um das Bornemann-Gebäude im Stadtzentrum.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:36 Uhr

Bis 2013 zahlt das Land Miete, doch die Politik will die Frage,

Für Bernd Kirsch (WIR) sollten Stadt und Land einen mächtigen Schritt aufeinander zu gehen, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Das Land dürfte daran durchaus Interesse haben, vermutete Kirsch, schließlich werden rund 80 000 Euro pro Jahr an Miete für ein Gebäude gezahlt, das nicht genutzt wird. Für Bürgermeister Oliver Schäfer ist "klar, dass wir aktiv werden müssen". Die Vorteile des Gebäudes lägen auf der Hand: eine tadellose Bausubstanz in Zentrumsnähe. Bestenfalls kleine Renovierungen müssten vorgenommen werden. Schäfer setzt große Hoffnungen in die von den Architekten Wolfgang Hein angeregte Zukunftswerkstatt, die nach den Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen sollte und bei der der Bornemann-Komplex weit oben auf der abzuarbeitenden Liste steht. Ein Fragezeichen setzt Schäfer hinter das Verhalten des Landes Niedersachsen als Mieter der Halle. Zwar müsste das Land grundsätzlich daran interessiert sein, schon früher als 2013 aus dem kostenintensiven Vertrag aussteigen zu können, aber, so Schäfer: "Warum wurde dann vom Land bisher gar nichts getan?" Man müsse also vorher klären, ob das Land generell etwas dagegen habe, wenn die Stadt nach neuen Lösungen suche, sagt Schäfer. Denkbar seien mehrere Möglichkeiten: Das Gebäude könnte ganz abgegeben werden, es könnte für verschiedene Firmen unterteilt werden. Eine weitere Möglichkeit sieht Bernhard Watermann als stellvertretender Stadtdirektor: Es könnte sogar eine fußläufige Verbindung zum neuen Einkaufszentrum Rösertor durch das Gebäude geschaffen werden. "Auf gar keinen Fall", so Schäfer, werde man abwarten, bis im Jahre 2013 die letzte Rate des Landes überwiesen werden - und dann mit den Planungen beginnen. Fertige Lösungen gibt es auch bei der CDU-/WGO-Gruppe nicht: Zwar habe er mit seiner Fraktion noch nicht gesprochen, sagt Gruppensprecher Martin Schulze-Elvert, "aber ich denke, das wir das Gebäude nur anfassen, wenn wir es für einen Investor brauchen." Denn eine Kuh, die viel Milch gebe, schlachte man nur einmal. Thomas Stübke von den Grünen hält es für wichtig, dass die Stadt ein Konzept für die Nachnutzung des Gebäudes so bald wie möglich erarbeitet. Dazu könne auch - in Abstimmung mit dem Land - die Präsentation der Flächen, oder auch von Teilflächen, im Internet sinnvoll sein. Denkbar sei auch die Übergabe an einen überregionalen Makler. Stübke: "Ideal fände ich es, wenn wir es Existenzgründern - etwa aus dem Bereich der erneuerbaren Energien oder anderen Zukunftsbranchen - ermöglichenwürden, zu günstigen Einstiegskonditionen sich in Obernkirchen zu entwickeln."

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