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Familienzentrum: Landesschulbehörde würde Genehmigung für Krippenbetreuung erteilen / Außenfläche zum Spielen fehlt

Bornemann-Gebäude: Keine Einwände gegen die Krippe

Obernkirchen (rnk). Verbindliche Zusagen gib es noch nicht, aber Interessenten durchaus: Sie warte noch auf drei Rückmeldungen, erklärt die Sprecherin des lokalen Bündnisses, Dörte Worm, die im Bornemann-Gebäude ein Familienzentrum einrichten möchte.

veröffentlicht am 01.08.2008 um 00:00 Uhr

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Nach dem jetzigen Stand der Dinge müsste sie dabei mit dem Landesliegenschaftsfonds, der das leerstehende Gebäude für das Land Niedersachsen verwaltet, über Mieten verhandeln. Hier liegt für Worm das Problem: Bis zu welcher Größenordnung kann sich das künftige Familienzentrum überhaupt die Miete leisten? Zu klären wäre, wie viele Einnahmen den Ausgaben gegenüberstehen. Worm: "Dabei ist es besonders wichtig, eine fest kalkulierbare Basis von Mieteinnahmen zu ermitteln - diese ergeben sich aus den diversen Unternutzungen des Bornemann-Gebäudes." In einem gemeinsamen Workshop haben das lokale Bündnis und der Senioren- und Behindertenbeirat, der Sozialverband sowie der Generationenpakt jetzt eine Bestandsaufnahme vorgenommen: Welche Ziele können gemeinsam erreicht werden? Und wie? Nach dieser Bestandsaufnahme wurde festgestellt, dass bei einer Entscheidung für das Bornemann-Gebäude als Familienzentrum dieses zu zwei Dritteln ausgelastet werden könnte und eine Raum-Reserve für die Zukunft noch offen sei. Die langfristige Nutzung des Gebäudes sei durch die Vielfalt und die Einbeziehung aller Bevölkerungsschichten gegeben. Durch die ehrenamtliche Tätigkeit werde eine hohe Eigenleistung durch die Gruppen erbracht, die für die Stadt Obernkirchen einen hohen Nutzen ohne finanziellen Aufwand darstelle, aber finanzielles Gewicht haben solle. Eine Belebung des städtischen Lebens sei die positive Folge. Die Belebung des Bornemannplatzes wäre sichergestellt, die Verbindung von Innenstadt und Rösertor ebenfalls. Worm hat sich als Sprecherin des lokalen Bündnisses jüngst mit Vertretern des Landesliegenschaftsfonds das Gebäude angesehen, schließlich kommt die Polizei Obernkirchen als künftiger Mieter in Betracht, auch wenn die Polizei selbst einen Umzug in das städtische Gebäude Lange Straße 10 favorisiert (wir berichteten). Dieser Umzug hätte allerdings einen großen Haken, wie die Gäste aus Hannover auch gegenüber der Sprecherin des lokalen Bündnis noch einmal deutlich herausstrichen: Auf der einen Seite der Bornemann-Komplex, der nicht genutzt werde und für den das Land Niedersachsen bis 2013 viel Miete zahlen, auf der anderen Seite das deutlich besser zur Polizei passende Haus Lange Straße 10, das aber ebenfalls gemietet werden müsse - angesichts einer zumindest sich auf dem Papier darstellenden Verschwendung sei diese zweite Anmietung in der Öffentlichkeit nur schwer vermittelbar. Es gibt auch gute Nachrichten. Wie Worm als Sprecherin des lokalen Bündnisses erklärt, habe die Landeschulbehörde sich in der Zwischenzeit die Räumlichkeiten angesehen und keine Einwände gegen eine Krippenbetreuung gehabt. Eine Genehmigung werde es daher geben, auch wenn selbstverständlich Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Aber der große Vorteil des Gebäudes sei die gut existierende Infrastruktur des Hauses - und dass alle Maßnahmen in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden könnten. Für Worm eine Aussage, mit der sie rechnen kann: "Damit hätten wir zumindest eine feste Größe, die der Anfang der festen Kalkulation ist. Feste Zahlen, mit denen wir kalkulieren könnten. Wir könnten sagen, zu diesem Kurs gibt es den Krippenplatz." Ein Problem gibt es auch. Das Außengelände ist keineswegs ideal für eine Krippenbetreuung, es fehlt eine außen liegende Spielfläche. Immerhin wäre das Problem lösbar: Die Krippenkinder könnten möglicherweise den Bornemann-Spielplatz mitbenutzen. Ihr Vorschlag: Die Rasselbande übernimmt die Trägerschaft der Krippenbetreuung und sorgt dafür, dass die Räume hergestellt werden, die Stadt übernimmt dafür die Trägerschaft im Außengelände. Worm ist sich sicher, dass die Gespräche zu einem für beide Seiten tragfähigen Kompromiss führen werden: Die Stadt möchte ja die Krippe anbieten. Alle Interessenten, die an einer Miet- beziehungsweise Unternutzung des Gebäudes, sei es im Bereich von Beratungsangeboten, Kreativ- Angeboten oder aber auch als Nutzer eines Multifunktionsraumes oder generell ein Teil des Familienzentrums werden möchten oder interessiert sind, können sich direkt beim lokalen Bündnis melden; auch über die Seite: www.buendis-obernkirchen.de. Worm sieht es so: "Möglichkeiten bietet das Gebäude zuhauf - und wir sind für fast alles offen!" Politik und Verwaltung haben sich jetzt mit einem Angebot des Landesliegenschaftsfondsüber eine vorzeitige Ablösung des Mietvertrages befasst: morgen mehr.



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