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VTR auf Reisen: Diesmal geht's nach Friesland

Bootsfahrt führt durch die alten Grachten

Rinteln (rd). Die zehnte von Hanne Hoppe geplante Reise führte die VTR-Turnerinnen diesmal nach Friesland in die Niederlande. Über Meppen und Heerenveen erreichte der Bus mit Heinz Radler am Steuer die Hauptstadt dieser Region: Leeuwarden.

veröffentlicht am 04.06.2008 um 00:00 Uhr

Nach einem Bummelüber den Wochenmarkt, wo riesige gemalte Spiegeleier das Pflaster zieren, "enterten" die 38 Turnerinnen das an der Hauptgracht ankernde "Pannekoekschip". Nachmittags wurde die Stadt zu Fuß mit einem Führer erkundet. Die ersten Besiedlungsspuren datieren auf die Zeit um 750. Leeuwarden war die Heimatbasis der Spionin Mata Hari und der königlichen Familie, den Friesischen Nassaus. Gut 90 000 Einwohner hat die Universitäts- und Messestadt, in der auch etwa 5000 deutsche Studenten leben. Die Grachten im Stadtzentrum bilden eine malerische Kulisse. Der schiefe Turm neigte sich schon beim Bau und wurde nie voll- endet. Die Ende des 16. Jahrhunderts erbaute Waage war 300 Jahre Zentrum des Butter- und Käsehandels. Auch die vielen Schafe und Lämmchen auf den saftig-grünen Weiden mochten das Regenwetter am zweiten Reisetag nicht. Harlingen am Wattenmeer, das erste Ziel der Rundfahrt, ist der Heimathafen von rund 70 Traditionsseglern und Hunderten von Segel- und Motoryachten. Die Inseln Terschelling und Vlieland waren durch den Regenschleier kaum zu sehen. Die Bootsfahrt auf der "Singel prinses" führte durch die Grachten der Stadt. Weiter ging es nach Hindeloopen am Ijsselmeer. Nach einem Spaziergang durch den Ort und dem Besuch der "Grote Kerk" mit ihrem schiefen Turm erwartete die Turnerinnen ein typisches holländisches Smoerbrot-Mittagessen im Lokal am Schlittschuh-Museum. Im Museum selbst gab es viel zu sehen: Schlittschuhe aus den Anfängen bis heute, aus verschiedenen Materialien und Ländern. In der Bier- und Berenburg-Stadt Bolsward wurde das prachtvolle Renaissance- Rathaus (1614) bewundert. Das Städtchen wurde im 15. Jahrhundert Hanse-Mitglied. Die Rückfahrt am dritten Tag wurde in Bad Bentheim unterbrochen, um die 1050 erstmals erwähnte, hervorragend erhaltene Burganlage unter sachkundiger Führung zu besichtigen. An der Burgmauer steht das eindrucksvolle frühromanische Steinkruzifix, der "Hergott von Bentheim". Es gilt als Wahrzeichen derGrafschaft und ist eines der ältesten Zeugnisse christlichen Lebens in dieser Region. Der Aufstieg wurde mit einem traumhaften Blick über das Grafschaftler Land und den Kurpark belohnt. Nach einer Kaffeepause auf der Terrasse des Burg-Cafés startete der Bus zur letzten Etappe nach Rinteln.



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