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Zu viel Regen und Schmelzwasser: Stadtverwaltung verfügt Sperrung / Bagger muss Schaden beheben

Bombeeke unterspült: Fällt "Serenade" aus?

Obernkirchen/Krainhagen (sig). Die vielen Regenfälle der vergangenen Wochen haben zusammen mit der Schneeschmelze viel Unheil angerichtet. Das Schaumburger Land ist bislang glimpflich weggekommen. Wachsame Mitarbeiter des städtischen Bauhofes haben jetzt aber entdeckt, dass durch das unaufhörlich aus dem Waldgebiet heranströmende Wasser der schmale Übergang vor der Konzertmuschel im Waldgebiet an der Bombeeke so stark unterspült worden ist, dass er nicht mehr betreten werden darf.

veröffentlicht am 22.04.2006 um 00:00 Uhr

Durch das seit Tagen reichlich aus dem Berg heranströmende Wasse

Die aus massiven Steinplatten und Blöcken gebildete Brücke liegt zum großen Teil bis zu einer Tiefe von 70 Zentimeter hohl. Das Halt gebende Erdreich ist weggeschwemmt. Deshalb besteht Einsturzgefahr, was die Stadt veranlasste, den Übergang zwischen den beiden Teichen zu sperren. Der Wasserdruck hat sich erhöht, weil sich in denÜberläufen Schmutz festgesetzt hat und den Abfluss erschwert oder zumindest deutlich beeinträchtigt. Manuell lässt sich der entstandene Schaden nicht beheben. Um die Steine herauszuheben und den Untergrund zu sanieren, kommt man um den Einsatz eines Baggers nicht herum. Außerdem müsste das Wasser des oberen Teiches abgelassen werden. Welche Maßnahmen die Stadt ergreift und zu welchem Zeitpunkt, das ist noch offen. Zurzeit läuft ja die vom Stadtdirektor verfügte Haushaltssperre. Der Verwaltungschef ist jedoch über die Situation informiert und will umgehend eine Entscheidung treffen. Der Krainhäger Fremdenverkehrsverein steht "Gewehr bei Fuß". Er möchte die traditionelle "Serenade an den Teichen" zu Himmelfahrt in jedem Fall abhalten. Am liebsten natürlich in dieser idyllischen Waldzone. Das Programm für den 25. Mai steht auch bereits. Es soll um 9.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnen, den die Seelsorger Wilhelm Meinberg und Norbert Mauerhof halten. Anschließend will das Blasorchester des TSV Krainhagen die Besucher mit einem bunten musikalischen Querschnitt erfreuen. Für die jüngsten Gäste gibt es zusätzlich Spielangebote. An Verpflegung und Getränken wird kein Mangel bestehen. Die Standortfrage jedoch bleibt zunächst unbeantwortet. Der Fremdenverkehrsverein (FVV) hofft, dass die Stadt bis zu diesem Zeitpunkt den Schaden behoben hat. Über alternative Standorte hat man auch bereits nachgedacht. Man will in jedem Fall auf Krainhäger Territorium bleiben. Aber jede andere Lösung wird nicht die gleiche Qualität haben wie das Gelände an den Teichen. Der 1. Vorsitzende des FVV, Thomas Schee, würde sogar mit der Absperrung des gesamten Überganges vorlieb nehmen. Allerdings gibt es auch im Randbereich der beiden mittleren Teiche nach diesem Winter einige notwendige Sanierungen.

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