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Frank Schilling auf dem Thron / Eisberger Schützen brechen Tradition / Höchste Auszeichnung für Herbert Meier

Bogenschütze wird König mit Kleinkalibergewehr

Eisbergen (who). "Eigentlich kann er ja mit dem Kleinkalibergewehr gar nicht umgehen", staunt ein Insider als Frank Schilling am Sonntagnachmittag im Festzelt zum neuen König des Schützenvereins Eisbergen ausgerufen wird. Denn: Schilling ist als Bogenschießsportwart seines Vereins auf eine völlig andere Disziplin trainiert.

veröffentlicht am 31.05.2007 um 00:00 Uhr

Eisbergens Schützenvorsitzender Friedrich Schmeding (r.) befesti

Im dritten Stechen des Königsschießens hatte Frank Schilling die Überraschung perfekt gemacht und sich damit gleichzeitig auch als respektabler Kleinkaliberschütze präsentiert. Keine Frage, dass bei so viel Talent Kerstin Rinne spontan einwilligte, die Königin an seiner Seite zu werden. Und noch ein weiteres Novum geht in Verbindung mit dem Namen Frank Schilling in die Vereinsgeschichte ein. "Erstmalig wird die Königsscheibe nicht direkt nach der Proklamation am Haus des neuen Königs angebracht", erklärte Pressesprecher Torsten Wiese, während das neue Regentenpaar unter Beifall beim Ehrentanz seine Runden unter der Vereinsfahne dreht. Wegen der heftigen Regengüsse am Nachmittag habe der Vereinsvorstand entschieden, die Königsscheibe erst am Pfingstmontag feierlich aufzuhängen und damit eine alte Tradition ausgesetzt. Neben dem Regentenpaar gehört Ulrich Meier als Adjutant zum Königshaus sowie Carina Wömpner als Jungschützenkönigin. Sie hatte im vierten Stechen das Königsschießen der Nachwuchsschützen für sich entschieden. Bereits bei den Ehrungen verdienter Schützen und Mitglieder am Sonnabend hatte es eine echte Überraschung gegeben. Dazu war Reinhard Wiech, der Vorsitzende des Schützenkreises Minden angereist, um Herbert Meier als früheren Vorsitzenden der Eisberger Schützen mit dem "Westfalenstern an der Lippischen Rose" zu dekorieren. "Von dieser Auszeichnung für herausragende Leistungen für das Schützenwesen gibt es bisher nur fünf im gesamten Schützenkreis", erläutert Torsten Wiese. Meier sei damit unter anderem geehrt worden für sein 38-jähriges Engagement in der Vorstandsarbeit und seine 12 Jahre als Vorsitzender. Friedrich Schmeding als amtierender Vorsitzender und Nachfolger von Herbert Meier hatte zuvor die Auszeichnungen für insgesamt 525 Jahre Treue zum Verein verliehen. Jeweils über 50 Jahre sind es für: Heinz Hesse, Günter Päthke, Helmut Lyck, Heinz Eickhoff sowie Walter Tebbe. Über 40 Jahre gehören dazu: Hannelore Lindemeier, Lena Harting, Fritz-Udo Mestmäker, Karl Heinz Schmidt sowie Hans-Dieter Blechmann. Ursula Sachser, Ralf Siekmöller und Ulrich Nolting II sind die Silberjubilare des Jahres. Zum Auftakt-Zeremoniell des Eisberger Schützenfestes gehört auch die Ehrung der Jahresmeister sowie der vorausgegangenen Pokalschießen. Als Vereinsmeister im Kleinkaliberschießen stellten sich dabei vor: Heinz Reichenberg, Seniorenklasse; Hans-Heinrich Brinkmann, Altersklasse sowie Torsten Wiese, Schützenklasse. Meister mit dem Luftgewehr wurden: Heinz Reichenberg, Seniorenklasse; Fritz-Udo Mestmäker, Altersklasse, Torsten Wiese, Schützenklasse; Dennis Winter, Juniorenklasse sowie André Remmert, Jugendklasse. Bei insgesamt 27 Pokalschießen hatte sich Ulrich Nolting II allein sechs mal an die Spitze geschossen.

Die Jubilare des Schützenvereins Eisbergen mit Friedrich Schmedi
  • Die Jubilare des Schützenvereins Eisbergen mit Friedrich Schmeding und seinem Amtsvorgänger Herbert Meier (1. und 2. v.l.).


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