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Neues Orchester sucht noch Mitstreiter / Benefizkonzert mit Shanty-Chor im Herbst geplant

Böhmische Blasmusik im Weserbergland

Weserbergland. „Die Weserbergland-Böhmischen“ – was soll denn das sein, mag sich so manch einer stirnrunzelnd fragen. „Wir sind begeisterte Musiker und haben uns unter diesem Namen zu einem Orchester zusammengeschlossen“, erklärt Heiko Eggers.

veröffentlicht am 05.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 08:39 Uhr

Er zählt gemeinsam mit Edgar Raasch, Fritz Hahlbrock und Wolfgang Linde zu den Gründern des noch jungen Orchesters. Gemeinsam hatten die vier Musiker vom Grohnder Musikzug und den Baxmännern des VfL Hessisch Oldendorf im Juni 2012 bei der Bundesmusikakademie in Bad Gandersheim an einem Workshop „Blasmusik im Egerland- Sound“ teilgenommen.

„Diese Musik darf nicht sterben, haben wir gedacht und uns spontan entschlossen, die volkstümliche Musik in der Tradition von Ernst Mosch auch hier bei uns im Weserbergland zu spielen“, erinnert sich Heiko Eggers. Kurzerhand entschieden sie sich, begeisterte Musiker aus anderen Vereinen des Landkreises Hameln-Pyrmont zu suchen, um ihre Idee in die Tat umzusetzen.

„Ich habe auf einem handschriftlichen Zettel in einem Geschäft gelesen, dass man sich bei Edgar Raasch melden kann, wenn man Interesse an böhmischer Blasmusik hat“, erinnert sich Christine Laube. Sie musizierte zu dem Zeitpunkt bereits im Blasorchester vom TuS Bad Pyrmont. „Da ich aber immer schon gerne Polka und Märsche mochte, bin ich nun auch bei den Weserbergland-Böhmischen dabei“, erklärt die Bad Pyrmonterin, die sich selbst das Spielen auf der Piccolo- und Querflöte beigebracht hat.

Im September des vergangenen Jahres fand der erste Übungsabend der Freunde böhmischer Blasmusik statt. „Wir waren zehn Spielleute aus drei Orchestern und konnten starten. Mittlerweile sind wir zwanzig Musiker aus sechs Orchestern und haben bei Auftritten im privaten Rahmen schon zwanzig böhmische Werke vorgestellt“, freut sich Heiko Eggers. Jörg Klöckner jedenfalls ist froh, dass ihn Boris Müller, mit dem er gemeinsam im Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf musiziert, auf das neue Orchester aufmerksam gemacht hat. „In meiner Familie spiele ich in der neunten Generation Posaune, bin also musikalisch vorgeprägt. Blasmusik höre und spiele ich für mein Leben gern, ich bin ein großer Fan von Ernst Mosch“, sagt der Hamelner. „Für die erste Probe habe ich mir extra Urlaub genommen, bin mit meiner Posaune hingegangen und dabei geblieben“, lacht Jörg Klöckner. Doch damit nicht genug, er hat auch seinen Sohn Marcel motiviert, bei „Die Weserbergland-Böhmischen“ mitzuspielen. „Natürlich Posaune, also nun bereits die zehnte Generation in der Familie“, erzählt Jörg Klöckner stolz. Bei ihren monatlichen Übungsabenden in der Stadionsporthalle in Emmern haben die Musiker nicht nur großen Spaß, sondern arbeiten unter der musikalischen Leitung von Edgar Raasch kontinuierlich daran, ihr Repertoire böhmisch-mährischer Blasmusik zu erweitern. „Es macht einfach Freude, diese melodische Musik zu spielen“, sind sich die Musiker einig.

Und dass diese volkstümliche Musik gerne gehört wird, beweisen die Verpflichtungen des Orchesters für Feste und Familienfeiern. Wer sich von der Spielfreude und der Qualität der Gruppe „Die Weserbergland-Böhmischen“ überzeugen möchte oder einfach neugierig ist, hat dazu im Herbst Gelegenheit. Dann wird es gemeinsam mit dem Shanty-Chor der Marinekameradschaft Hameln ein Benefizkonzert geben.

„Wer Freude an Blasmusik mit Polka, Marsch und Walzer hat, kann sich gerne bei uns melden. Wir freuen uns über jeden Musiker, der mit uns im Orchester spielen möchte“, lädt Heiko Eggers ein. Wer Interesse hat, kann sich bei Edgar Raasch (Tel. 0160/96742443) oder Heiko Eggers (Tel. 05152/940130) melden. bj

Die Freude an böhmischer Musik hat die Bläser aus dem Weserbergland dazu veranlasst, ein neues Orchester zu gründen. Einmal im Monat proben sie in der Stadionsporthalle in Emmern, wer noch mitmachen will, ist herzlich willkommen. bj



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