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Die goldenen 20er sind zurück – Trends in der Frisurenmode

Bob und Pixie kommen wieder

Der Sommer wird kurz – aber keine Panik, sicher ist das nur, was die Haare betrifft. Die Frauen, die mit der Mode gehen wollen, sollten sich einen akkurat geschnittenen Bob zulegen. Und die Männer auch. Bei ihm nennt sich die Frisur mit längerem Deckhaar Undercut.

veröffentlicht am 19.02.2013 um 00:00 Uhr

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Akkurater Bubikopf oder sportlicher Undercut: Die Haarmode der kommenden Monate ist facettenreich. Ein großes Thema des Frühlings und Sommers werden aber vor allem die frechen Schnitte der 20er Jahre sein. „Die emanzipierte Frau im Hosenanzug trägt einen grafischen Look“, erklärt Franz-Josef Küveler, Art-Director beim Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks in Köln. Gemeint ist damit der sehr genau und auf Linie geschnittene Bob. Er kann einen Pony haben, muss aber nicht.

Ein weiteres Trendbeispiel kommt aus Hollywood: Der Pixie-Schnitt der Schauspielerin Anne Hathaway war dort das Trendbeispiel der vergangenen Monate – und er wird jetzt erst richtig modisch. Die Haare sind radikal kurz geschnitten, der Scheitel wird meist asymmetrisch frisiert.

Alternative Kurzhaarschnitte haben längeres Deckhaar über kurzen Stoppeln. „Der Undercut ist nicht mehr wegzudenken“, sagt Friseurmeister Küveler. Die Frauen tragen das Deckhaar häufig so lang wie bei einem Bob. „Bei den Männern darf es im Nacken ruhig wieder länger werden.“ Für den Berliner Friseurmeister Udo Walz hat der Fußball-Profi David Beckham die Trendvariante des Undercuts – im Stil der 20er Jahre, zumeist mit Seitenscheitel.

2 Bilder
Langes Deckhaar über kurzen Stoppeln: die Undercut-Frisur.

Das Besondere ist nun, dass der Undercut zweifarbig sein sollte. „Das Deckhaar ist dunkel, die Spitzen sind heller“, erläutert Küveler. Erika Wahlbrink, Obermeisterin der Friseur-Innung Steinfurt, schließt sich dem an: „Facettenreiche Farbspiele prägen das Bild.“

Allerdings werde nicht übertrieben mit der Farbe – die Frisuren sollen „edel und exklusiv“ wirken, sagt Wahlbrink. „Menschen möchten nicht völlig anders aussehen. Sie wollen in erster Linie ihren Typ unterstreichen.“ Als Gegentrends zu den kurz geschnittenen Frisuren erwartet sie fransige Schnitte, die leicht wirken, sowie Locken in allen möglichen Variationen. Wer langes Haar hat, trägt es im Sommer selten offen: Auf Frauenköpfen wird nach wie vor viel geflochten. „Wie wäre es, kleine Zöpfe in einen Pferdeschwanz einzuarbeiten oder um den Zopf zu wickeln?“, schlägt Sascha Breuer, Trendexperte für Wella, vor. Eine weitere Trendfrisur geht so: Die Haare zu einem Pferdeschwanz binden. Vom Schopf zwei dünne Strähnen nehmen, um den Gummi wickeln und wie eine Schleife verknoten. Der Pferdeschwanz lässt sich laut Breuer entweder sportlich am Hinterkopf oder edel im Nacken tragen. „Alles ist erlaubt – vor allem in Kombination mit Tüchern wirkt diese Frisur sommerlich.“ Für alle Frisuren gelte, die Haare müssen glänzen. Der Tipp des Experten lautet, sie richtig zu föhnen. „Dabei den Luftstrom des Haartrockners zum Schluss noch einmal von oben auf das Haar richten“, erläutert Breuer.

Die Haarfarben sind im Frühjahr und Sommer traditionell etwas heller. Aber nicht bei den Blondtönen: Extrem helle Nuancen wie Wasserstoffblond oder Weiß seien tabu, sagen die Experten. Stattdessen sollte man lieber mit Strähnen oder Glanztönungen die natürliche Haarfarbe unterstützen. Daneben liegen Kupfertöne im Trend. „Ein Beispiel für ein schönes Farbspiel im Haar ist Schokobraun fürs Deckhaar und zwei verschiedene Nuancen wie Tabak oder Bernstein für die Spitzen“, sagt Udo Walz. Für den Abend rät der Friseurmeister den Frauen zu einer Hochsteckfrisur. „Flechtungen in allen Varianten sind wunderbar“, sagt Walz. Im Stil der 70er Jahre darf es auch ruhig in Richtung „Big Hair“ gehen. Sängerin Lana del Ray zeigt, wie es geht: Sie trägt eine am Ansatz toupierte Mähne, die sich unten leicht wellt.



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