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Diskussion im Hesper Rat über Radanlage: Kritik an Beschaffenheit, hohe Verletzungsgefahr

BMX-Bahn: Kaum benutzt, aber voller Müll?

Hespe/Helpsen (gus). Der Zustand der im vergangenen Jahr fertiggestellten BMX-Anlage auf dem Bergkrug hat im Hesper Gemeinderat für eine längere Diskussion gesorgt. Grund ist der angeblich wenig erfreuliche Zustand des Areals, das die Gemeinden Seggebruch, Helpsen und Hespe gemeinsam finanziert hatten.

veröffentlicht am 24.08.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2011 um 13:22 Uhr

Die BMX-Bahn wird nach Ansicht von Hesper Politikern nicht ausreichend gepflegt und genutzt.  Foto: gus

Den Anlass für die Debatte bildete der zu fällende Entscheid darüber, ob sich Hespe finanziell an Restarbeiten beteiligen soll. 6000 Euro kosten diese Arbeiten, die erneut auf die drei beteiligten Gemeinden aufgesplittet werden sollen. Hespe hatte bereits 17 000 Euro für den Bau der BMX-Bahn veranschlagt, aber bisher nur rund 13 400 Euro ausgegeben. Somit wäre der Bau der Anlage selbst zuzüglich des Anteils von 2000 Euro an den Restarbeiten etwas günstiger geblieben als erwartet.

Dennoch nickte der Rat die Sache nicht einfach ab. Bürgermeister Werner Vehling sagte, die Gemeinde wolle das Geld nur zur Verfügung stellen, wenn der Landkreis die BMX-Bahn baurechtlich abnimmt. Daran gibt es offenbar Zweifel, wie sich im Verlauf der Diskussion zeigte.

Klaus-Ulrich Schmidt (Grüne) und Herbert Presser (SPD) kritisierten, dass Bauschutt und Schotter für den Bau der Hügel-Anlage verwendet wurden. Schmidt verwies auf die deshalb erhöhte Verletzungsgefahr der BMX-Radfahrer. Presser ging es vor allem darum, dass die Tennisspieler auf ihrem benachbarten Areal bei entsprechendem Wind Staub zugeweht bekommen. Speziell die Zufahrt zur BMX-Bahn sei „nicht schön gemacht“ worden.

Heiko Vogt (SPD) und Heinz David (CDU) ärgerte zudem das Erscheinungsbild des Sportareals. Dort liege viel Müll herum, außerdem benutze kaum ein Radfahrer die Bahn. Damit sah sich Vehling in einer gut zwei Jahre alten Meinung bestätigt: „Wir wollten einen anderen Standort, jetzt haben wir den Salat“, kommentierte der Bürgermeister.

Schmidt wollte über die Bedingung der Abnahme seitens des Landkreises hinaus die Zusage einer verlässlichen Pflege für die BMX-Bahn an die Bewilligung der Nachzahlung geknüpft sehen. „Wer die Aufsicht übernimmt, muss auch für den Zustand Sorge tragen“, sagte der Grünen-Ratsherr an die Adresse der Gemeinde Seggebruch, die die Planung für den Bau übernommen hatte und die sich auch um die Instandsetzung kümmern soll.



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