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Ausstellungseröffnung für chinesische Tuschemalerei von Neu-Rintelnerin in der Sparkasse

Blumige Seelen, in zarten Farben gemalt

Zeigen ihre Werke in der Sparkasse: Jannik Böker (v.l.), Leonie Kutschale und Janine Tünnermann. Fotos: tol Rinteln (ur). Erfreulich viele Besucher konnte Dirk Ackmann für die gastgebende Sparkasse bei der Vernissage zur Ausstellung chinesischer Tuschemalerei im Foyer an der Klosterstraße begrüßen: "Zwar verstehen wir mehr von Geld als von Kunst - aber immerhin können wir mit unseren Möglichkeiten dazu beitragen, dass Kunst ihr Publikum auch erreicht."

veröffentlicht am 21.02.2007 um 00:00 Uhr

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Die Vorstellung ihrer Arbeiten unter dem Titel "Hun Hua - von der Seele der Blumen" hatte die in ein traditionelles chinesisches Gewand gekleidete Liping Kirstan persönlich übernommen: "Ich arbeite nach den Traditionen der nördlichen Schule ebenso wie nach denen der südlichen Schule", erläuterte sie den Besuchern, wobei man die Unterschiede vielleicht am ehesten darstellen kann, wenn man die Ölmalerei mit der transparenten Gelassenheit des Aquarells vergleicht. Während manche Arbeiten eher von kontemplativen Formen und Farben leben, oft mit floralen Motiven, zeichnen andere die Konturen von Landschaften in ihren feinsten Strukturen nach. Ihr besonderer Dank galt der Bereitschaft einiger Mitglieder ihrer Kunstgruppe vom Gymnasium Ernestinum, mit ihren Erstlingswerken zum Gelingen der Ausstellung beizutragen: Spontan hatten sich 40 Jugendliche aus verschiedenen Altersgruppen für ihr Kursangebot interessiert, so dass inzwischen schon zwei Kreise eingerichtet werden mussten. Es ist schonüberraschend zu erleben, wie einfühlsam einige Schüler schon nach nur sechsmonatiger Beschäftigung mit Technik und innerem Gehalt dieser Ausdrucksform fernöstlicher Kultur ihre eigenen Werke gestalten können und wie souverän beispielsweise der erst elfjährige Jannik Böker seine Malweise inklusive Vorbereitung der Farben erläutert: "Mir macht das so viel Spaß, dass ich kaum weiß, wo ich noch Platz für die Bilder finden soll!" Zur Malerei kam die aus Nordchina stammende Künstlerin bereits mit fünf Jahren - "durch einen alten Meister" - und seit etwa 15 Jahren beschäftigt sie sich intensiver mit ihrer Kunst. Ehemann Ralf Kirstan, der im vergangenen Jahr seine Tätigkeit am Rintelner Gymnasium als Lateinlehrer aufnahm und seine Frau bei ihrem Studienaufenthalt in Deutschland kennen lernte, will weiter an der Vertiefung der interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und China arbeiten: "Geplant ist eine Schulpartnerschaft mit einer chinesischen Schule - und ich sehe darin auch für unsere Schüler eine wichtige Weichenstellung für ihre berufliche Zukunft angesichts der zunehmenden Bedeutung, die China im wirtschaftlichen und politischen Weltgefüge zukommt." Die Ausstellung ist noch bis Ende kommender Woche zu sehen.

"Arbeite nach Traditionen der nördlichen und südlichen Schule":
  • "Arbeite nach Traditionen der nördlichen und südlichen Schule": Die gebürtige Chinesin Liping Kirstan leitet am Ernestinum zwei Kurse zur chinesischen Malerei.

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