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Polizei und Schulleitung kämpfen gegen Vandalismus

Blumen ausgerupft, Fenster zerschlagen und gezündelt

Rehren (la). Der Vandalismus an der Grundschule Auetal nimmt wieder zu. Abends und am Wochenende treffen sich Jugendliche auf dem Schulgelände, hinterlassen Müll, Glasscherben und zerstören Fensterscheiben oder anderes.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

Entschlossen zu handeln: Schulleiter Carl Gundlach (M.) mit Ober

"Dabei weisen gleich drei Schilder darauf hin, dass das Betreten des Schulgeländes verboten ist und bei Zuwiderhandlung polizeilich verfolgt wird", stellt Schulleiter Carl Gundlach klar. Dies sei eine Maßnahme, um dem ständigen Vandalismus auf dem Gelände und am Gebäude Einhalt zu gebieten. Einige Zeit lang ist auch nichts mehr passiert, aber in den letzten Wochen musste Polizeioberkommissar Hans-Jürgen Janßen gleich drei Anzeigen aufnehmen. Ende April hatten zwei Jugendliche im Alter von 16 Jahren im Kellereingang der Schule ein Feuer angezündet und darin wahrscheinlich gegrillt. "Der Kellereingang befindet sich direkt neben denÖltanks. Es ist nicht auszudenken, was da hätte passieren können", sagte Gundlach. Die beiden 16-Jährigen aus Rehren sind der Polizei bereits von verschiedenen Taten her bekannt und müssen sich nun wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung verantworten. Anfang Mai wurden auf dem Schulgelände Scheiben und ein Oberlicht der Sporthalle mit Steinen eingeworfen, und am Sonntag zündeten ein 14-jähriges Mädchen, ein 14-Jähriger und ein 16-Jähriger aus dem Raum Hessisch Oldendorf auf dem Schulhof Knallkörper, hinterließen leere Alco-Pop-Flaschen und rissen Blumen und Pflanzen aus den Steinkübeln. Auch sie müssen sich wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten. "Die meisten Täter sind uns entweder bekannt, oder sie werden ermittelt", sagte Janßen. Ein großes Problem sieht der Polizist darin, dass die älteren Jugendlichen die Jüngeren mitziehen. "Dagegen müssen wir einschreiten und bringen daher jeden Fall zur Anzeige", sind sich der Schulleiter und der Polizeioberkommissar einig. Schließlich bereite der Vandalismus dem Steuerzahler erhebliche Kosten. Auch die Geduld von Hausmeister Friedhelm Baule ist am Ende: "Fast jeden Montag muss ich Scherben auf dem Schulhof zusammenfegen, damit sich die Schulkinder nicht verletzen." Auf die jugendlichen Straftäter kommt jetzt ein Ermittlungsverfahren zu. Voraussichtlich werden sie Sozialstunden leisten müssen.

Hausmeister Friedhelm Baule räumt die letzten Spuren beiseite. F
  • Hausmeister Friedhelm Baule räumt die letzten Spuren beiseite. Fotos: la
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